ÖAAB-Chef fordert höheren Abfertigungs-Beitrag

Spindelegger will "Abfertigung Neu" reformieren
Spindelegger will "Abfertigung Neu" reformieren ©APA (Neubauer)
Unter Führung des Gewerkschafters Neugebauer wurde der ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB vor allem als Beamten-Lobby wahrgenommen. Der neue Obmann Spindelegger will nun neue Zielgruppen ansprechen und fordert die Zurückdrängung von Scheinselbstständigkeit, die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg und strengere Regeln für Bonuszahlungen an Manager.

Details sollen kommende Woche bei einem “Zukunftsforum Soziales” diskutiert werden. Außerdem plädiert Spindelegger im APA-Interview für eine Reform der “Abfertigung Neu”, deren Entwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Die 2003 eingeführte “Abfertigung Neu” will Spindelegger angesichts schwacher Veranlagungsergebnisse reformieren. Er wünscht sich einen höheren Beitrag der Arbeitgeber, die in die Abfertigungskassen ihrer Mitarbeiter statt bisher 1,53 Prozent des Bruttolohns künftig 2,5 Prozent einzahlen sollen. Im Gegenzug würde der Beitrag nur für die ersten 25 Dienstjahre fällig und für ältere Mitarbeiter entfallen.

Strengere Regeln wünscht sich Spindelegger für Bonuszahlungen an Manager, die nicht mehr nur an den kurzfristigen Unternehmenserfolg geknüpft sein sollen. Für Erfolgsprämien soll es daher einen längeren Beobachtungszeitraum und die Koppelung an bestimmte Kennzahlen geben. Managern müsse klar sein, “dass Personalabbau nicht belohnt wird”, fordert der ÖAAB-Chef.

Gleichzeitig will Spindelegger Firmen belohnen, die nicht nur ihren Führungskräften, sondern auch den “normalen” Mitarbeitern Erfolgsprämien auszahlen. Dafür soll es künftig einen Steuerfreibetrag für jeden Mitarbeiter geben.

Zweites Thema wird die bessere Absicherung freier Dienstnehmer sein. Möglich wären aus seiner Sicht etwa eine zeitliche Befristung freier Dienstverhältnisse und sozialrechtliche Mindestvoraussetzungen.

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • ÖAAB-Chef fordert höheren Abfertigungs-Beitrag
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen