Nussbaumer-Video nur Gerücht?

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„Obwohl gerüchteweise ein Video aufgetaucht ist, gibt es noch keine gesicherte Nachricht über das Schicksal des im Irak entführten Bert Nussbaumer.“

So reagierte Außenministerin Ursula Plassnik auf einen Vorab-Bericht in der Tageszeitung “Österreich“, laut dem der Mitte November entführte Nussbaumer in einem Video der Geiselnehmer zu sehen sei.

Laut “Österreich“ werde Nussbaumer gemeinsam mit vier gleichzeitig entführten Amerikanern in dem Video gezeigt.

Geister-Video?

„Das Video selbst liegt den österreichischen Behörden nicht vor“, hieß es dazu aus dem Außenamt. Plassnik bestätigte aber, dass von der Crescent Security Group eine Tonaufnahme zur Verfügung gestellt wurde, die angeblich von diesem Video stammt. „Die Tonaufnahme wird derzeit von Experten eingehend untersucht. Noch gibt es keine gesicherten Informationen darüber, ob sie authentisch ist und von wann die Aufzeichnung stammt“, so Plassnik.

„Das Auftauchen der Aufnahme ist für uns jedenfalls ein weiterer Ansporn, unsere intensiven Bemühungen um die Freilassung des Österreichers konsequent fortzusetzen“, ist der Aussendung zu entnehmen. Gemeinsam mit dem Innen- und dem Verteidigungsministerium werde alles unternommen, um den Aufenthaltsort des Entführten zu klären. „Der Krisenstab des Außenministeriums, dem auch Vertreter des Innen- und Verteidigungsministeriums angehören, tagt regelmäßig“, so Plassnik.

Vor dem Hintergrund der „besonders herausfordernden Situation im Irak und der schwierigen Sicherheitslage ist die Informationslage verworren und erschwert die Arbeit“. Deshalb seien die zuständigen Ministerien derzeit daran, im „vielschichtigen gesellschaftlichen Netz des Iraks gute Kontakte aufrechtzuerhalten, um möglichst gesicherte Informationen gewinnen zu können“, so die Aussendung. Nach wie vor seien österreichische Stellen weder von den Geiselnehmern kontaktiert worden noch seien irgendwelche Forderungen der Geiselnehmer bekannt.

„Unmittelbar nach Bekanntwerden der Entführung (17. November; Anm.) wurden alle Ansprechpartner im Irak mobilisiert, um rasch Klarheit über das Schicksal des österreichischen Staatsbürgers zu erhalten. Die zuständigen österreichischen Behörden arbeiten dabei eng mit den irakischen Behörden und den in Bagdad und Basra vertretenen Partnern, unter anderem aus der Europäischen Union, zusammen“, verlautet aus dem Außenministerium. „Auch die österreichischen Botschaften in Amman und in Kuwait sind eingeschaltet. Die notwendigen personellen Verstärkungen der Botschaften wurden vorgenommen.“

Darüber hinaus sei das Netz der Kontakte gezielt erweitert worden, „sodass die österreichischen Behörden nunmehr in einem intensiven Informationsaustausch unter anderem auch mit Nicht-Regierungsorganisationen, dem Roten Kreuz, dem Roten Halbmond, kirchlichen Einrichtungen, Spitälern und Ärzten stehen.“

Außenministerin Plassnik habe zudem die irakische Regierung mit dem „dringenden Ersuchen“ befasst, „jeden Einfluss für die rasche Freilassung und sichere Heimkehr des entführten Österreichers einzusetzen“. Die Außenministerin habe ihren irakischen Amtskollegen Hoshyar Zebari sowie Präsident Jalal Talabani und Premierminister Nouri Al-Maliki gebeten, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit diese Geiselnahme so bald wie möglich ein gutes Ende nehme.

Das Außenministerium wiederholte in der Aussendung die seit langem bestehende Reisewarnung für den Irak.

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