Novoviren in Mödlinger Landespflegeheim?

Seit Montag sind vermutlich 13 Pflegeheimbewohner in Mödling an Novoviren erkrankt. Ihr Zustand ist bisher jedoch nicht gefährlich.
Im Landespflegeheim Mödling sind 13 Bewohner und zwei Pflegekräfte vermutlich an Noroviren erkrankt. Das Virus kursiert seit Montag im Heim, bestätigte Direktor Gerhard Reisner am Mittwoch einen Bericht des ORF. Bisher seien 22 Personen an Brechdurchfällen erkrankt, ein Teil davon sei mittlerweile aber wieder gesund, so Reisner.

Der Zustand der erkrankten Bewohner sei derzeit nicht gefährlich, hieß es. “Wir müssen vorsichtig sein, weil wir Bewohner mit über 85 Jahren haben”, sagte der Pflegeheimdirektor. Bisher habe es aber keine lebensbedrohlichen Situationen gegeben. Die Betroffenen werden im Heim auf ihrer Krankenstation von der Heimärztin behandelt.

Es wird mit Schutzmasken und Schutzkitteln gearbeitet

Das Landespflegeheim Mödling betreut 233 Patienten auf sechs Stationen. Auf der betroffenen Station, die noch für mindestens drei Tage gesperrt ist, befinden sich 35 Patienten. Das Pflegepersonal arbeite mit Schutzmasken und Schutzkitteln und die Station werde regelmäßig desinfiziert, erklärte Reisner. Dadurch habe man bisher ein Übergreifen der Viren auf andere Stationen verhindern können. Dass das noch passieren werde, könne man aber nicht ausschließen.

Proben des Virus seien gestern, Dienstag, nach Wiener Neustadt ins Labor gebracht worden. Wann feststehen wird, ob es sich tatsächlich um Noroviren handelt, sei noch unklar.

Unklar wie die Viren ins Pflegeheim gelangt sind

Wie der Darmvirus in das Pflegeheim gelangt ist, sei “schwierig zu sagen”, meinte Reisner. Eine Bewohnerin war zwar in Krankenhaus Mödling an Brechdurchfällen erkrankt, wurde aber erst nach der gesetzlich vorgeschrieben Zeit von 72 Stunden wieder zurück ins Heim gebracht. Die Viren könnten also auch von jemand anderem eingeschleppt worden sein.
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