Novomatic kündigte Anzeige wegen Info-Weitergabe an

Laut Novomatic handelt es sich um "vertrauliche Unternehmensinformationen".
Laut Novomatic handelt es sich um "vertrauliche Unternehmensinformationen". ©APA/ROBERT JAEGER
Novomatic geht als Reaktion auf eine bislang noch unveröffentlichte Recherche von "profil", "Standard" und der ORF-"ZiB2" weiter in die Offensive und kündigte eine Anzeige an.

In einer Anfrage hatten die Medien dem Glücksspielkonzern eine Sponsoring- und Spenden-Übersicht vorgehalten, die bei Ermittlungen sichergestellt worden war. Novomatic kündigte am Freitag via Aussendung eine Anzeige gegen unbekannt wegen "rechtswidriger Informationsweitergabe" an die Journalisten an.

Unternehmen mit "Sponsoring- und Spenden-Übersicht" konfrontiert

Laut Novomatic handelt es sich um "vertrauliche Unternehmensinformationen, die wohl nur unter Verletzung rechtlicher Bestimmungen erlangt werden konnten". Die Datei sei bisher ausschließlich der Ermittlungsbehörde sowie dem Ibiza-Untersuchungsausschuss vorgelegen und unterliege dort der Verschwiegenheit. Auch der Verdacht, dass die Unterlagen über Mitglieder des Ausschusses an die Recherchekooperation gelangt sein könnten, stellt für den Glücksspielkonzern "eine rechtswidrige Weitergabe von sensiblen Unternehmensinformationen dar".

Bereits einen Tag zuvor war Novomatic in eine ungewöhnliche Offensive gegangen und veröffentlichte vor dem Erscheinen allfälliger Berichte die schriftliche Anfrage der Medienkooperation - samt Antworten darauf. Dabei weist das Unternehmen jeden Zusammenhang zwischen Sponsoring-Aktivitäten und einer direkten Einflussnahme auf Politiker zurück. Die Fragen richteten sich großteils auf konkrete Geldflüsse an einzelne Organisationen.

(APA/Red)

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