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Novartis: Auslieferungsstopp von Impfstoff wegen Qualitätsmängel

Die Firma Novartis verhängt Auslieferungsstopp über Impfstoff.
Die Firma Novartis verhängt Auslieferungsstopp über Impfstoff. ©APA/Sujet
Schlechte Nachrichten in Sachen Impfung: Nachdem die Behörden in Italien und der Schweiz zur Tat schritten, blockierte der Pharmakonzern Novartis in Österreich ab 24. Oktober die Auslieferung seiner Grippe-Impfstoffe Optaflu, Fluad und Sandovac. Die Informationen zu Sandovac stammten von der österreichischen Arzneimittelagentur AGES PharmMed.

Es handelt sich laut den österreichischen Stellen um eine reine Vorsichtsmaßnahme. In Italien waren in den Vakzinen bei Anwendung Partikelbildungen registriert worden. Zunächst war es am Mittwoch zum Auslieferungsstopp in Italien gekommen.

Ähnlich reagierte die Schweizer Behörde Swissmedic. Am Abend bestätigte dann eine österreichische Novartis-Sprecherin auf Anfrage ein identes Vorgehen des Unternehmens in Österreich.Christian Müller-Uri, Vizepräsident der Apothekerkammer, sagte noch Mittwoch am späteren Abend: “Es gibt genügend andere Influenza-Impfstoffe von anderen Herstellern.” Marcus Müllner von der AGES PharmMed am Donnerstag: “Wir empfehlen, Alternativprodukte zu verwenden. Sechs andere Influenza-Vakzine sind auf jeden Fall verfügbar.”

Novartis: Rücknahmen in Italien und Schweiz

Bei Novartis konnte oder wollte man keine Auskünfte über Größe der Angelegenheit in Europa machen. In Deutschland beriet am Donnerstag das Paul-Ehrlich-Institut. Laut Meldungen der Nachrichtenagenturen sind in Italien knapp 490.000 Impfdosen betroffen, in der Schweiz 160.000.

Vorerst das Glück in der Sache, so am Donnerstag Pameli Rendi-Wagner, Sektionsleiterin im österreichischen Gesundheitsminiserium: “In Österreich gab es bisher keinen einzigen Virusnachweis auf Influenza. Der Beginn der Grippesaison ist nach den Erfahrungen nicht vor Mitte Dezember zu erwarten. Es besteht genügend Zeit für die Impfung. Es gibt bisher auch keinerlei Meldungen über Nebenwirkungen, welche sich auf die betroffenen Novartis-Impfstoffe beziehen. Es stehen für Erwachsene und Kinder in Österreich je drei Alternativpräparate zur Verfügung.”

Noch ein zweites Faktum dürfte in Sachen Sicherheit für die Konsumenten zum Tragen kommen: AGES PharmMed-Chef Müllner: “In Österreich waren Optaflu und Fluad noch nicht ausgeliefert (an Großhandel und Apotheken, Anm.).” Allerdings seien rund 45.000 Dosen Sandovac bereits irgendwo in der Lieferkette. Donnerstag wurden von der AGES PharmMed die Apotheken verständigt. Von einer Verwendung wurde vonseiten der Bundesanstalt für die Sicherheit im Gesundheitswesen (BAGS) abgeraten.

Wien: “smart principles”

Bei Novartis in Wien hieß es unter Bezugnahme auf interne Informationen: “Während des Herstellungsprozesses (von Vakzinen, Anm.) kann es zu solchen ‘small particles’ kommen.” Sie würden kein Sicherheits- oder Wirksamkeitsproblem darstellen. Letzteres muss nicht so sein, denn die Bildung von Virusantigen-Partikeln in der Vakzine könnte – so Experten – die Effektivität drücken, da dann bei der Immunisierung weniger Antigendosis in den Körper gelangen könne.

Eine Wiener Allgemeinmedizinerin hatte sich schon in den vergangenen Wochen gewundert: “Ich habe noch im September Fluad- und Optaflu bei einem Wiener Apotheker bestellt und bisher keine Impfstoffe bekommen.” Informationen über Lieferschwierigkeiten gab es – bis Mittwochabend aus dem Ausland – auch keine.

Auch in Deutschland handelten in Sachen Novartis-Influenza-Impfstoff am Donnerstag die Behörden. Das Paul-Ehrlich-Institut nahm vier Chargen des Grippeimpfstoffs Begripal und eine Charge des Impfstoffs Fluad zurück. 

(APA)

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