Nova Rock-Auftakt: Die Rockoase in der pannonischen Staubwüste

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Rammstein, Deichkind und Altmeister Slash griffen am Freitag zu den Instrumenten und bieteten so dem größten Festival Österreichs einen würdigen Auftakt. Rund 50.000 Leute ließen sich von den gefühlten 80 Grad nicht abhalten und feierten den Rock! Wir waren für euch am Nova Rock - die besten Bilder gibt es hier!
Nova Rock 2010: Die ersten Bilder
Video vom Nova Rock
Uservideo: Deichkind live
Uservideo: Kate Nash live
Bands am 1. Tag: Slash, Deichkind, Kate Nash, Subway to Sally

Der exklusive Videobericht vom Nova Rock:

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Headliner-Battle: Rammstein gegen Deichkind

Misst man einen Headliner an der Show und der Publikumsreaktion, dann waren Rammstein in der Nacht auf Samstag der richtige Abschluss zum Auftakt des NovaRock 2010 im Burgenland. Die bisweilen umstrittene deutsche Band brachte viel Feuer, Rauch und Silvesterknallerei nach Nickelsdorf. Das musikalische Konzept der stampfenden Industrial-Riffs im Stechschritt, angetrieben von schweren Drums, funktioniert auch gut, wie die Reaktion der Massen verdeutlichte. Aber gerade in Anbetracht des technischen Könnens der Bandmitglieder muss man sich doch fragen, warum manche Songs so gar billig provokativ daherkommen.

Rammstein verstecken sich in Interviews, die sich mittlerweile nur ausgewählten Medien gegen Auflagen geben, gerne hinter dem Argument, man dürfe Kunst nicht zensurieren. Aber sind Lieder über den Inzestfall von Amstetten (“Wiener Blut”) oder Textzeilen wie “Blitzkrieg mit dem Fleischgewehr” wirklich künstlerisch wertvoll oder einfach nur blöd? Dabei haben die Berliner immer wieder sehr gute Stücke geschrieben und den Zeitgeist getroffen – bestes Beispiel dafür war die erste Zugabe “Sonne”. Rammstein polterten gut geölt, laut und konnten sich mit ihren Hits auf entsprechende Reaktionen verlassen. Diese Band weiß, was sie den Fans schuldet. Und die Fans wissen, was sie bei Rammstein bekommen. Da kann man noch so viel über das gerollte R des Sängers lästern.

Konsequent durchchoreographiert und nichts dem Zufall überlassen hat Deichkind, der Headliner auf der “Red Stage”. Lichterspiele und unzählige Requisiten dominierten den Auftritt der Hamburger Formation. Viel neues gab es bei der Show nicht zu sehen, das gleiche Programm wurde bereits im vergangenen Jahr beim Urban Art Forms Festival in Wiesen abgespielt.

Unterhalten fanden sich die Besucher dennoch. Lichtkegel in gewohnter Deichkind-Manier erstrahlten auf den Häuptern der vier Bandmitglieder und zwei weiteren Tänzern. Mit “Arbeit nervt” wurde nach einer minutenlangen Projektion – es hagelte Pfiffe aus den Reihen der Besucher – auf einen weißen Vorhang, der die Bühne verdeckte, das Konzert der deutschen Elektro-Helden eröffnet. Das Publikum ging mit, tanzte und klatschte. Zwischenzeitlich ertönten ein weiteres Mal Pfiffe aus den Publikumsreihen: Die Band war zeitweise nicht auf der Bühne, um sich in neue Kostüme zu werfen. Diese “Pausen” wurden zwar mit Beats unterlegt, kamen aber dennoch nicht unbedingt gut an. Sobald allerdings wieder Action auf der Bühne herrschte, war auch die Menge wieder voll mit dabei.

Neben den Lichteffekten waren Trampoline, Regenschirme, tanzende Vögel und Schlauchboote Highlights in der Bühnenshow. Letztere wurden für ein Bad in der Fan-Menge genutzt. Trotzdem die Temperaturen in der Nacht runter gingen, erhielten die Anhänger in den ersten Reihen via Spritzpistolen Abkühlung.

Nova Rock geht weiter

Noch bis Sonntag geht es im Burgenland munter weiter. Bands wie Green Day, The Hives, Bela B, Slayer und die Beatsteaks verwandeln die Pannonia Fields in das größte Konzert des Landes. Wir berichten natürlich täglich.

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