Nordsyrien angeblich in Händen der Rebellen

Armee auf dem Rückzug
Armee auf dem Rückzug
Ganze Regionen im Norden Syriens nahe der türkischen Grenze unterliegen offenbar nicht mehr der Kontrolle der Regierung in Damaskus. Die von der oppositionellen Freien Syrischen Armee kontrollierten Bereiche erstrecken sich über Hunderte Kilometer, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Die Aufständischen bezeichnen die von ihnen kontrollierten Gebiete als "befreit".

Am Sonntag hatte ein Rebellenchef der Nachrichtenagentur gesagt, die Truppen von Präsident Bashar al-Assad verlören mehr und mehr an Boden. Nur durch die Überlegenheit ihrer Luftwaffe gelinge es ihnen noch, nicht komplett überwältigt zu werden. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte in dieser Woche, dass knapp 80 Prozent der Städte und Dörfer an der Grenze zur Türkei nicht mehr von der Regierung in Damaskus kontrolliert würden. Die Rebellen wollen nach eigenen Angaben die von ihnen kontrollierten Gebiete verbinden, um eine “befreite Zone” zu schaffen.

Unterdessen hat der deutsche Außenminister Guido Westerwelle Hoffnungen auf Fortschritte im UN-Sicherheitsrat bei der Suche nach einer Friedenslösung für Syrien gedämpft. Bei den Beratungen am Rande der UN-Vollversammlung diese Woche erwarte er “keinen großen Durchbruch”, sagte Westerwelle nach einem Treffen des wichtigsten UN-Gremiums am Montag in New York. Ziel müsse jedoch bleiben, dem bestehenden Sechs-Punkte-Plan der internationalen Gemeinschaft Geltung zu verschaffen.

 

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