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Nordost-Umfahrung: "Noch gut im Zeitplan"

Der Wiener Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) schenkt den Warnungen der Autobahngesellschaft Asfinag vor einem bis ins Jahr 2010 verzögerten Baustart der Wiener Nordost-Umfahrung (S1) nicht viel Glauben.

Auch wenn die Probebohrungen in diesem Winter nicht mehr durchgeführt werden könnten, sei der Zeitpolster für das 1,6 Mio. Euro teure Projekt noch groß genug, meinte er am Montagabend vor Journalisten.

„Die Asfinag verliert vielleicht ein halbes Jahr, aber das kann sie wieder hineinbringen“, so Schicker zu den Warnungen, dass sich Baubeginn und Fertigstellung auf 2010 bzw. 2016 verzögern könnten. Hintergrund ist, dass die Autobahnbauer auf eine wasserrechtliche Bewilligung Wiens für die Erkundungen im Nationalparkgebiet der Lobau warten. Den Bescheid dafür brauche man bis Mitte Februar, sonst gingen sich die Arbeiten bis Ende Mürz nicht mehr aus, so die Warnung.

Nicht nur das sieht Schicker nicht als Problem, er glaubt auch nicht an die von der Asfinag vergangene Woche ausgegebene Devise, wonach man selbst bei rechtzeitigen Bohrungen von einem Baustart im Jahr 2009 und der Fertigstellung erst 2015 ausgehen müsse. „Es gibt eine im Vorjahr unterschriebene Vereinbarung, dass bis 2014 der Umfahrungsring von Wien fertig ist. Ich gehe davon aus, dass dieser Terminplan ohne zwischenzeitliche Verzögerungen durchgezogen werden kann“, erklärte der Verkehrsstadtrat.

Auch die Asfinag hatte sich zuletzt wieder optimistisch gezeigt. „Der Gesamtzeitplan ist nicht gefährdet“, so eine Sprecherin vergangenen Freitag nach einem Treffen mit der Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima (S).

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