Nordkoreas Machthaber beendete China-Besuch

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il hat nach südkoreanischen Bericht seinen Besuch in China beendet. Wie die Seouler Nachrichtenagentur Yonhap am Montag meldete, verließ der gepanzerte Sonderzug des nordkoreanischen Partei- und Armeechefs am Morgen die Metropole Harbin in der Mandschurei in Richtung Grenze.
Nordkoreas Machthaber setzt Besuch fort
Kim Jong-il besuchte angeblich Schule

Die südkoreanische Zeitung “JoongAng Ilbo” vom Montag berichtete unter Berufung auf einen Korrespondenten in Harbin, dass Kim Jong-il von seinem jüngsten Sohn Jong-un (Jong-woon), der als sein wahrscheinlicher designierter Nachfolger gilt, begleitet wurde. Beobachter spekulierten, ob die Reise im Zusammenhang mit den Plänen für eine Nachfolgeregelung in Pjöngjang steht.

Kim Jong-il war laut Berichten am vergangenen Donnerstag in China eingetroffen. Dabei soll der 68-jährige auch Staats- und Parteichef Hu Jintao getroffen haben. Die Reise stand wie gewöhnlich unter strengster Geheimhaltung, weder die Staatsmedien in China noch in Nordkorea berichteten über die Reise. In Harbin habe der nordkoreanische Machthaber eine historische Stätte besucht, die für den Kampf seines Vaters Kim Il-sung gegen den japanischen Kolonialismus symbolische Bedeutung habe, berichtete Yonhap unter Berufung auf nicht näher beschriebene Quellen. Zuvor hatte Kim Jong-il bereits in der Stadt Jilin (Kirin) die Schule besichtigt, die sein Vater Ende der 1920er-Jahre besucht hatte.

Am Wochenende war zunächst spekuliert worden, ob Kim Jong-il die Präfektur Yanbian in Nordostchina besucht, die vor allem von Angehörigen der koreanischen Minderheit bewohnt wird. Doch dann tauchte er plötzlich in Harbin auf.

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