Nordkorea droht mit härterer Bestrafung von US-Gefangenem

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen auf der geteilten Halbinsel hat Nordkorea mit der härteren Bestrafung eines inhaftierten US-Bürgers gedroht.

In einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA wurde den USA am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Konflikt um die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffs erneut eine “feindselige Haltung” gegen Nordkorea unterstellt. Daher werde erwogen, auf den Amerikaner “ein Gesetz für Kriegszeiten” anzuwenden. Unklar war, welche konkreten Folgen das für ihn haben würde. Beobachter schlossen nicht aus, dass ihm lebenslange Haft oder schlimmstenfalls die Todesstrafe drohen könnte.

Nordkorea lehnte die Forderung der US-Regierung nach Freilassung des US-Amerikaners aus humanitären Gründen ab. Nicht nur sei das unter den gegebenen Umständen unmöglich, “sondern die Frage ist, wie die Bestrafung verschärft werden kann”, hieß es bei KCNA. Der 30-jährige Aijalon Mahli Gomes aus Boston war im April in Nordkorea wegen illegalen Grenzübertritts von China aus zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Gomes gilt als gläubiger Christ und war als Englischlehrer in Südkorea tätig. Der genaue Grund für seinen Grenzübertritt war unklar.

Die Drohung Nordkoreas kam zu einem Zeitpunkt, zu dem die USA nach dem Untergang der südkoreanischen Korvette “Cheonan” im März weitere Maßnahmen gegen Nordkorea überprüfen. Nach Überzeugung internationaler Experten geht der Untergang auf einen Torpedo-Angriff Nordkoreas zurück.

  • VIENNA.AT
  • Politik
  • Nordkorea droht mit härterer Bestrafung von US-Gefangenem
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen