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Non-Stop - Trailer und Kritik zum Film

Auch der routinierteste Cop gerät mal unter Druck. Aber was, wenn die Stresssituation immer dramatischer wird? Wenn ein Mensch nach dem anderen ermordet wird und der Täter in greifbarer Nähe sitzt - aber nicht zu fassen ist? Alle Spielzeiten auf einen Blick

Diese Grenzerfahrung, in der alle verdächtig sind, macht Air Marshal Bill Marks alias Liam Neeson im Film “Non Stop”. Ab Freitag im Kino. Auf einem Nonstop-Flug nach London hackt sich ein Krimineller in den gesicherten Chat des Wachpersonals und droht damit, alle 20 Minuten einen der Menschen an Bord zu töten. Die Forderung des Erpressers beläuft sich auf 150 Millionen Dollar. Fieberhaft versucht Marks, den Verbrecher zu entlarven. Nicht nur der Mörder setzt Marks zu, sondern auch die Passagiere, die bald jedes Vertrauen in ihn verlieren. Schnell sieht er sich nur noch Feinden gegenüber.

Non-Stop: Die Geschichte

Der katalanische Regisseur Jaume Collet-Serra spielt in seinem neuen Werk mit der Gattung des Films: Er überreizt die Mittel des Psychothrillers, indem er die abgeschottete Situation an Bord des Fliegers ausnutzt. Collet-Serra legt es darauf an, die Menschen in der Maschine so großem Stress wie nur irgend möglich auszusetzen. Das gilt besonders für seinen Protagonisten.

Air Marshal Marks steht unter immensem Druck. Denn von außen kann er keine Hilfe erwarten; die Entführung beginnt über dem Atlantik. Die Zeitnot wächst, als die ersten Passagiere ermordet werden. Marks muss sich durchringen, schnelle Entscheidungen zu treffen, obwohl diese wohlüberlegt sein wollen. Zudem findet er sich bald in einer emotionalen Zwangslage wieder, weil Medien über den Verdacht des FBI berichten – und auf diese Weise alle an Bord davon erfahren -, dass er selbst das Flugzeug entführt. Die Situation entgleist ihm.

Liam Neeson ringt in der Rolle des gebrochenen Helden Bill Marks um Fassung. Marks’ Martyrium spielt sich zunächst vornehmlich im Gesicht des irischstämmigen US-Schauspielers ab. Die Panik des Cops zeigt sich in seinen Augen und in seiner Mimik, die in jedem Moment zu explodieren droht. Brillant.

Non-Stop: Die Kritik

Die Entwicklung der komplexen Hauptfigur ist die Stärke des Films. Marks muss in dem Film nicht nur mit einer schwierigen Situation fertig werden, sondern darüber hinaus auch mit den Geistern seiner Vergangenheit. Collet-Serra inszeniert den Kampf des Cops in actionreichen Szenenfolgen, die auch dem Publikum keine Zeit zum Durchatmen lassen. Um wieder Herr der Lage in dem Flugzeug zu werden, beginnt Marks, den Passagieren seine eigenen Ängste sowie sein Alkoholproblem einzugestehen, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen – auch mithilfe von Jen Summers (Julianne Moore), seiner Sitznachbarin im Flieger.

So vermischen sich die traumatischen, früheren Erlebnisse des Wachmanns mit dem Druckszenario an Bord der Maschine, in der keiner keinem mehr traut. Dieser kluge Kniff des Drehbuchs machen “Non Stop” zu einem außergewöhnlich guten Flugzeugthriller, der das Genre geschickt variiert und darüber hinaus Kritik an der Sicherheitsmanie des Polizeiapparats übt. Schließlich lässt erst der Kontrollwahn der Behörden die Situation an Bord des Fliegers vollends eskalieren. Jede Form von Gewalt erzeugt nur neue Gewalt.

(APA)

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