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NÖ: "Lawinengefahr bleibt angespannt"

Die Lawinengefahr in Hochlagen in Niederösterreich ist groß.
Die Lawinengefahr in Hochlagen in Niederösterreich ist groß. ©APA/EXPA/MARTIN HUBER
Mit Stufe 4 von 5 ist die Lawinengefahr in den Hochlagen Niederösterreichs nach wie vor sehr hoch. "Eine Schneebrettauslösung durch die Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers ist möglich bis wahrscheinlich", so der Warndienst.

In Hochlagen in Niederösterreich ist die Lawinengefahr für Samstag nach wie vor teilweise als “groß” eingeschätzt worden. Stufe 4 von 5 galt oberhalb von 1.500 Metern in den Ybbstaler Alpen und im Rax-Schneeberggebiet, darunter und in den übrigen Regionen wurde das Risiko als “erheblich” (Stufe 3) beurteilt.

Große Lawinengefahr in Hochlagen in Niederösterreich

“Die Lawinengefahr bleibt angespannt”, teilte der Warndienst zur Tendenz mit. “Der Tourenbereich ist heikel, der stürmische Wind hat in sämtlichen Expositionen frischen, störanfälligen Triebschnee gebildet”, hieß es im Lagebericht, der am Freitagabend veröffentlicht wurde.

“Eine Schneebrettauslösung durch die Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers ist möglich bis wahrscheinlich”, wurde mitgeteilt. In den Hochlagen seien spontane Schneebrett- und Lockerschneelawinen nicht ausgeschlossen, in tiefen Lagen werde die Schneedecke durch Regen geschwächt.

Für Samstag wurde prognostiziert, dass Wechten durch Schneefall und stürmischen Wind weiter anwachsen. Die größten Niederschlagsmengen wurden in den Ybbstaler Alpen erwartet. Für Sonntag sei anfangs mit ergiebigem Schneefall zu rechnen.

Lawinen mit Sprengstoff kontrolliert ausgelöst

Am Freitag waren zwei in Langenlebarn (Bezirk Tulln) stationierte Bundesheer-Hubschrauber Alouette III der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule in das Gebiet um das Hochkar und Lackenhof am Ötscher (Bezirk Scheibbs) geflogen, um Lawinen kontrolliert auszulösen. Verwendet wurden jeweils fünf bis zehn Kilo Plastiksprengstoff. “Insgesamt kamen 85 Kilogramm Sprengstoff zur Anwendung”, teilte das Militärkommando Niederösterreich am Abend in einer Aussendung mit.

Nach den Sprengungen wurde mithilfe von Spezialfahrzeugen mit der Räumung der neun Kilometer langen Hochkar Alpenstraße begonnen. Sechs Kilometer seien noch freizulegen, informierte die Bezirkshauptmannschaft in einer Aussendung. Danach sollen Bundesheer und Feuerwehr Gebäude und die Infrastruktur am Talboden des Hochkars von den Schneemassen befreien. Dieser Einsatz war für Sonntag geplant. In Neuhaus, einer Katastralgemeinde von Gaming (Bezirk Scheibbs), waren nach wie vor acht Wohnobjekte wegen Lawinengefahr evakuiert.

(APA/Red)

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