NÖ: 16-jähriger beim "Train Hopping" schwer verletzt

Ein 16-jähriger wurde in Niederösterreich schwer verletzt.
Ein 16-jähriger wurde in Niederösterreich schwer verletzt. ©Matthäus Heuböck
Am frühen Samstagmorgen ist es am Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum im Bezirk Wien-Umgebung zu einem tragischen Unfall beim sogenannten "Train Hopping" gekommen. Ein 16-jähriger versuchte auf einen fahrenden Güterzug aufzuspringen und wurde dabei von diesem erfasst. "Train Hopping" ist ein aus den USA kommendes Phänomen.

Samstag Vormittag ist ein Jugendlicher am Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum von einem vorbeifahrenden Güterzug erfasst worden. Der junge Mann befand sich am Heimweg und wollte offensichtlich auf einen durchfahrenden Güterzug aufspringen, dabei kam es zum Unfall. Er wurde noch etwa 60 Meter vom Zug mitgeschleift.

Schwere Verletzungen an den Beinen

Sofort wurde durch die Rettungsleitstelle 144 NOTRUF Niederösterreich der Notarztwagen des Roten Kreuzes Purkersdorf-Gablitz alarmiert. Der Verletzte erlitt schwerste Verletzungen an den Beinen, war glücklicherweise aber bei Bewusstsein. Nach der Erstversorgung an der Unglücksstelle durch das Notarztteam wurde der Abtransport vorbereitet. Dieser erwies sich allerdings als schwierig, da sich der Patient in einem 80 cm breiten Spalt zwischen Güterwagon und Zaun befand.

„Wir konnten den Patienten auf einem Spezialgerät aus Hartplastik fixieren und ihn so wirbelsäulenschonend aus seiner Lage befreien. Zum Glück befanden sich auch zwei Polizisten vor Ort, die uns tüchtig beim Tragen halfen!“, so Rotkreuz-Sanitäterin Agnes Karnberger.

 “Train Hopping” ist ein gefährlicher Trend

Währenddessen wurde über die Leitstelle 144 NOTRUF Niederösterreich der in Wien stationierte Notarzthubschrauber Christophorus 9 nachalarmiert. Nachdem die Transportfähigkeit des Verletzten hergestellt wurde, flog er unter notärztlicher Betreuung in ein Wiener Krankenhaus zur weiteren Versorgung.

„Train Hopping“ ist ein aus den Vereinigten Staaten kommendes Phänomen, bei dem Personen als „Blinder Passagier“ auf Güterzügen mitfahren. Waren es früher noch hauptsächlich Landstreicher und heimatlose Zeitarbeiter, sogenannte „Hobos“, sind es heute immer häufiger lebensmüde Jugendliche, die leichtsinnig ihr Leben riskieren. Vereinzelte Meldungen weisen immer deutlicher darauf hin, dass der gefährliche Trend “Train Hopping” nun auch nach Europa überschlägt.

(Red.)

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