Nobel Boliden bei 1. Luxus Motor Show

Die Augen der Autofreaks bei der Eröffnung der ersten „Luxus-Motor-Show“ strahlten am Mittwoch in Wien fast heller als das frisch polierte Chrom und der glänzende Lack der Nobel-Boliden.

Autosammler und Organisator der Veranstaltung Bader Al-Roudhan holte die internationale Motorsport-Elite ins Messezentrum: Hersteller wie Pagani, Koenigsegg, Ferrari und Aston Martin parkten Luxus-Karossen, Rennwagen, Speed-Boote und exklusive Motorräder in Halle C.

„Ich mag schnelle Autos, das ist mein Traum“, sagte Al-Roudhan bei der Eröffnung zu Moderator Ciro de Luca. Aufs Gas steigt der Autofreak aus Kuwait mit einer der größten Sportwagensammlungen weltweit lieber in Ungarn als in Österreich. Dort gebe es – zumindest für ihn – keine Tempolimits, meinte er. Es sei die „große Vielfalt“ an exklusiven Ausstellungsstücken, die diese Schau „voller Innovation“ so besonders mache, sagte Charles Morgan, Generaldirektor von Morgan Cars. So wird etwa das mit 389 km/h schnellste Straßenauto der Welt, der 860 PS starke Koenigsegg „CCXB“ gezeigt – 800.000 Euro wert und übrigens eine Spezialanfertigung für Al-Roudhan, dessen Vorname in der Typenbezeichnung mit einem „B“ verewigt wurde.

Enthüllt wurden am Mittwochvormittag auch das erste Formel 1-Modell von „Spyker Cars“ für die Saison 2007 und der „Spyker C8 Laviolette“, in den sich Sharon Stone bei den Dreharbeiten zu „Basic Instinct 2“ verliebt haben dürfte. Zumindest fährt der US-Star nun privat auch ein Luxus-Cabrio dieser Automarke, wusste de Luca. Zu den Highlights zählen auch ein Remake des legendären GT 40 von Ford, der durch seine Gewinne beim 24-Stunden Rennen von Le Mans Berühmtheit erlangt hatte und der eine Million Euro teure Maserati „MC12 Corsa“, der nur auf speziellen Rennstrecken gefahren werden darf. Auch Tuning-Freaks und Nostalgiker kommen in Teilbereichen der „Luxus Motor Show“ auf ihre Kosten.

Zwischen den exklusiven Gefährten sichtlich wohl fühlte sich Musiker Andy Lee Lang. „So was Schönes schaut man sich gern an“, bemerkte er mit einem breiten Grinsen zur APA. Sein Herz lassen vor allem die schweren Luxus-Geländewagen höher schlagen: „Ich bin ganz sicher nicht der Sportwagentyp.“ Mit Blick auf den Cadillac Escalade spielte er allerdings mit dem Gedanken, sich von seinem Jaguar zu trennen. Pferdestärken oder ausgefallenes Design sind für den Musiker aber keine Kriterien, um sich zu verlieben. „Es muss einfach Klick machen.“

„Ich habe gerne schöne Autos, aber am Ende des Tages sind sie nur Nutzfahrzeuge, die dich von A nach B bringen“, meinte Andrea Fendrich, die mit ihrer Autowäsche-Firma alle ausgestellten Maserati, Lamborghini und Ferrari „gepflegt und gereinigt“ hat. Privat fährt die Geschäftsfrau, die im APA-Gespräch einen gewissen Hang zu Pferdestärken durchblicken ließ, einen Porsche Carrera. Einen „Bleifuߓ habe sie aber nicht: Das Design sei wichtiger als die Motorleistung, meinte sie. Außerdem müsse ein Auto kompakt und nicht zu groß sein: „Fürs einparken“, schmunzelte sie.

(S E R V I C E – „Luxus Motor Show – Internationale Luxus- und Sportwagen-Messe“ von 11. bis 14. Jänner 2007 in Halle C des Messezentrums in Wien. Ein Tages-Kombiticket mit der Ferienmesse kostet neun Euro. Infos unter http://www.luxusmotorshow.at )

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