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NL: Ein Sarg für die Lehrerin

Die Lehrerin Eri leidet an einem aggressiv wuchernden Gebärmutterhalskrebs und hat nur noch ein paar Monate zu leben. Ihre Schüler bauen nun ihren Sarg.

Van Dijk, in der gleichen Schule für Handarbeit zuständig, schlug Eri vor: “Warum lassen wir deine Schüler nicht die Kiste machen?” Wie Spiegel Online berichtet, machte sich Eri mit der ganzen Klasse an die Arbeit: Wochenlang sägten, leimten und schraubten die Jungen und Mädchen an ihrem “organischen” Sarg.

Die Aktion wurde in der Schule toleriert. Auch die Pressemeldungen fanden in den Niederlanden guten Anklang. In Belgien hingegen hat sie scharfe Kritik ausgelöst: Belgische Trauertherapeuten meinten, dass Kinder nicht imstande seien, das Sterben eines Freundes, Opas, von Vater oder Mutter richtig zu verarbeiten. “Erwachsene können über ihre Gefühle, über den Verlust eines geliebten Menschen reden. Kinder können das nicht”.

Eri, die mittlerweile keinen Unterricht mehr gibt, findet die ganze Aufregung positiv. Es zeige wie nötig es ist, Kinder über den Tod, die Trauer, den Schmerz aufzuklären.

Eris Sarg steht immer noch mitten in einer der Schulklassen. Manche Kinder spielen sogar damit, klettern rein und spielen U-Bootkapitän. Das ist erlaubt. Letztlich wissen alle, dass dieses Bauwerk kein Spielzeug ist.

(Qelle: 20.minuten)

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