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Nicht jede Covid-Impfung gilt für den Grünen Pass

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat sich am Dienstag mit dem deutschen Gesundheitsminister über den "Grünen Pass" ausgetauscht, der die Reisefreiheit in der EU wieder ermöglichen soll.
Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat sich am Dienstag mit dem deutschen Gesundheitsminister über den "Grünen Pass" ausgetauscht, der die Reisefreiheit in der EU wieder ermöglichen soll. ©VOL.AT; APA
Große Freiheit und ein Stück "Normalität" verspricht der sehnsüchtig erwartete "Grüne Pass" - doch nicht alle Covid-19-Vakzine werden von den Behörden anerkannt.
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Nicht mehr lange und Österreich kann mit dem "Grünen Pass" starten - vorausgesetzt, man erfüllt die 3-G-Regeln. Geimpfte, Genesene und Getestete könnten somit auch innerhalb der EU wieder verreisen. Doch nicht jeder, der geimpft ist, erfüllt auch automatisch die Kriterien für den "Grünen Pass".

Wie die jüngste Verordnung der Bundesregierung zum "Grünen Pass" zeigt, wird nicht jede Covid-Impfung von den Behörden anerkannt. Somit gilt nicht nur, dass die Erst-Impfung nur wenige Wochen für den Eintritt in die Wirtshäuser zählt und die zweite Impfung auch ein Ablaufdatum hat - nein, manche Vakzine sind von der EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) noch nicht zugelassen und sind somit auch nicht für den "Grünen Pass" gültig.

Nur vier Impfstoffe gültig

Es ist also vom Impfstoff abhängig, ob der "Grüne Pass" gültig ist. Nur vier Impfstoffe versprechen aktuell auch die "große Freiheit": Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson. Wer mit dem russischen Impfstoff "Sputnik V" oder dem chinesischen Vakzin "Sinopharm" geimpft wurde, fällt also raus.

Wer im Ausland geimpft wurde und einen dieser beiden Impfstoffe erhalten hat, muss in Österreich weiterhin zum Testen, damit die 3-G-Regel gilt und für den Eintritt ins Restaurant ein grünes Häkchen bekommt. Ungarn und Serbien etwa verimpfen "Sputnik V" und "Sinopharm" bereits. Die Regierung will den "Grünen Pass" zwar auf Drittstaaten ausweiten, nach derzeitigem Stand hätten diese aber (noch) nichts davon.

Köstinger: Reisefreiheit in EU ermöglichen

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat sich am Dienstag mit dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn über den "Grünen Pass" ausgetauscht, der die Reisefreiheit in der EU wieder ermöglichen soll. Geht es nach dem Tourismusland Österreich, soll dies europaweit bis spätestens Ende Juni der Fall sein. Klappt das nicht, will man bilateral Abkommen treffen.

Der deutsche Regierungspolitiker und die heimische Ministerin haben sich laut Angaben aus ihrem Büro neben der Umsetzung eines digitalen "Grünen Passes" über angedachte Öffnungsschritte und Erleichterungen in der Mobilität ausgetauscht. "Die Sommersaison 2021 braucht eine EU-weite Anerkennung und Nutzung des 'Grünen Passes'", hieß es aus dem Köstinger-Büro. Auf EU-Ebene laufen derzeit Gespräche zwischen Kommission, Nationalstaaten und EU-Parlament. Im Rahmen des informellen Tourismusrates am Freitag (14. Mai) werde Köstinger die österreichische Position erneut vertreten.

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(VOL.AT/APA)

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