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NHM Wien lockt mit zahlreichen Programm-Neuheiten

Im neuen "DECK 50" können ab Herbst Dinosaurier gefüttert werden.
Im neuen "DECK 50" können ab Herbst Dinosaurier gefüttert werden. ©APA/HANS PUNZ
Da der internationale Tourismus coronabedingt zusammengebrochen ist, legt man im NHM Wien den Schwerpunkt auf Inlandsgäste. Locken will man unter anderem mit einem bunten Ferienprogramm und virtuellem Dinofüttern.

"Den Wissenstransfer in die Gesellschaft auszubauen" hat sich die neue Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums (NHM), Katrin Vohland, auf die Fahnen geschrieben. Geschehen soll das u.a. in einem neuen Wissenschaftsvermittlungssaal namens "DECK 50", hieß es am Donnerstag auf der Baustelle des neu zu gestaltenden Raumes, der ab November auch virtuelles Dinofüttern ermöglichen soll.

Virtuelles Dino-Füttern ab Herbst im NHM Wien

Dass jetzt nach dem Corona-bedingten Shutdown "wieder etwas los ist, freut mich sehr", sagte die deutsche Biologin, die ihr Amt in Wien am 1. Juni angetreten hat. Ein Vehikel, um die "Wissenschaftsmündigkeit" in weitere Teile der Gesellschaft zu tragen, soll das gerade mitten im Bau befindliche "DECK 50" im obersten Bereich des Hauses an Ring werden. Gegliedert wird der dezidiert der Wissenschaftskommunikation gewidmete Saal in drei einander teils überlappende Bereiche, wie Projektleiterin Iris Ott erklärte.

So gibt es das zweigeteilte Labor, die Bühne und die Begegnungszone. Der Raum soll aber nicht nur ein Ort der Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Forschern auf Augenhöhe sein - er soll auch virtuelle Begegnungen mit den wissenschaftsmusealen Superstars, den Dinosauriern, bieten. Mittels eigens kreierter "Augmented Reality"-Show könne man direkt und in 3D in die längst verschwundene Welt des Erdmittelalters einsteigen. So werde etwa für Kinder "das Füttern der Dinos möglich", erklärte Ott. Die elf Meter lange LED-Wand soll aber nicht nur mit Urzeitriesen und Co, sondern auch mit Zeichnungen junger Besucher bespielt werden.

Welt des Erdmittelalters in 3D erkunden

Das können heimische Wanderwege zwar nicht bieten, wo sich allerdings auf 20 über ganz Österreich verteilten Routen Zeugnisse der fernen Vergangenheit finden lassen, hat NHM-Paläontologe Alexander Lukeneder in seinem neuen Buch "Wandern in die Welt der Dinos" zusammengefasst. Dort präsentiert der Forscher "Familienfreundliche Forschungsausflüge in die Urzeit Österreichs", denn die Suche nach Fossilien und das Thema "Dinosaurier" würden sich immer wieder als griffiger Einstieg in das "Erlebnis Wissenschaft" entpuppen, den Lukeneder auch im Rahmen des Online-Mitmachprojekts "Fossilfinder" ermöglichen möchte.

Verstärktes Angebot zu "Citizen Sciene"

Um das Thema "Citizen Science" (Bürgerwissenschaften) soll es nach dem Geschmack von Vohland im NHM in Zukunft noch verstärkt gehen, so die Direktorin. Das diesbezügliche Angebot hat das NHM nun in einem neuen Bereich seiner Website zusammengefasst.

Auf dem Weg, auch verstärkt Bevölkerungsschichten anzusprechen, die sich sonst vielleicht eher nicht ins naturwissenschaftliche Museum verirren, könne die Coronakrise auch ein kleines Stück weit hilfreich sein. Sowohl im Sommerprogramm als auch was vergünstigten Eintritt - etwa im Rahmen der BundesMuseenCard um 19 Euro - betrifft, setze man nun noch niederschwelliger an.

Hoffnung auf Besuch aus den Bundesländern

Da der internationale Tourismus weitestgehend zusammengebrochen ist, legt man im NHM auch einen Schwerpunkt auf Gäste aus dem Inland, erklärte der kaufmännische Geschäftsführer Markus Roboch. Neben Wiener Familien, die im Sommer nach Ausflugsoptionen suchen, hoffe man auf verstärkten Besuch aus den Bundesländern.

Locken will man auch mit dem Ferienprogramm, das heuer unter dem Motto "Urlaub daheim" steht. Einen Fokus legt man hier auch auf das Erkunden der Stadtnatur rund um das Museum, wie die Museumspädagogen Agnes Mair und Andreas Hantschk ausführten. Im Haus selbst lädt man u.a. zu einer Vielzahl an Rätselrallys, für die man sich unkompliziert online anmelden könne.

Darüber hinaus bietet das NHM ab 8. Juli in den Sonderschauräumen unter dem Titel "WILD." (bis 4. Oktober) Einblicke in die Werke des stilprägenden Natur-Fotografen Michael Nichols. Abgelöst wird diese Ausstellung dann am 18. November von "Ablaufdatum! Wenn aus Lebensmitteln Müll wird" - einer Schau, die unsere Beziehung zu Lebensmitteln oder die Auswirkungen der Nahrungsmittelproduktion auf die Ökologie thematisieren wird.

(APA/Red)

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