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Neun Tote bei Angriffen im Irak

Unbekannte Angreifer beschossen am Donnerstagabend einen Marktplatz mit Mörsergranaten, acht Zivilisten wurden nach Angaben des US-Heeres getötet, 18 verletzt.

Der Angriff erfolgte in Bakuba, einer 50 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt. Bei Kirkuk im Norden des Landes wurde wenig später ein US-Soldat getötet, als eine Rakete sein Fahrzeug traf. Die UNO hat unterdessen weitere Mitarbeiter aus dem Land abgezogen.

Die Angriffe erfolgten inmitten einer dreitägigen Staatstrauer für die an den Folgen eines Attentats gestorbene Akila el Hashimi. Die Schiitin ist die erste Angehörige des von den USA eingesetzten irakischen Regierungsrates, die einem Attentat zum Opfer fiel. Eine Kolonne mit dem Sarg der Politikerin brach am Freitag in Bagdad zum Begräbnis in Najaf auf, der heiligen schiitischen Stadt. Der Befehlshaber der amerikanischen Truppen im Irak, Generalleutnant Ricardo Sanchez, drohte angesichts der andauernden Angriffe und Anschläge mit dem Einsatz aller militärischen Mittel, um die Ordnung wiederherzustellen.

Die Vereinten Nationen haben unterdessen wegen der angespannten Sicherheitslage im Irak weitere ausländische Mitarbeiter aus dem arabischen Land abgezogen. Ein von Sicherheitskräften begleiteter Konvoi mit UNO-Mitarbeitern brach vom UNO-Hauptquartier in Bagdad aus in Richtung Jordanien auf. Wie vor Ort zu erfahren war, sollten die Fahrzeuge 19 ausländische UNO-Mitarbeiter außer Landes bringen. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte am Donnerstag nach Konsultationen mit Sicherheitsberatern entschieden, wegen des Risikos neuer Terroranschläge weitere internationale Mitarbeiter aus dem Irak abzuziehen.

Der Sprecher des UNO-Generalsekretärs, Fred Eckhard, hatte am Donnerstag in New York mitgeteilt, es hielten sich von den einst mehr als 650 internationalen UNO-Helfern nur noch 42 nicht-irakische Mitarbeiter in Bagdad und 44 im Norden des Landes auf. Bei der Explosion einer Autobombe vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in Bagdad waren im August 23 Menschen getötet worden, darunter der Leiter der UNO-Operation im Irak, Sergio Vieira de Mello. Rund einen Monat später tötete ein Selbstmordattentäter vor dem Parkhaus des gleichen Gebäudes mit einer Autobombe sich selbst sowie einen irakischen Wachmann.

Bei einem Raketenangriff auf einen US-Armeekonvoi im nordirakischen Kirkuk wurde ein US-Soldat getötet. Zwei weitere seien bei dem Angriff am späten Donnerstagabend verletzt worden, teilte die US-Armee am Freitag mit. Bei einem Feuer in einem verlassenen Gebäude nahe Tikrit nördlich von Bagdad kam den Angaben zufolge ein weiterer US-Soldat ums Leben.

Der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz sagte, wahrscheinlich müssten US-Truppen noch Ende 2004 in „beträchtlicher“ Zahl im Irak stationiert sein. Wolfowitz äußerte sich am Donnerstagabend vor dem Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses in Washington. Auf die Frage von Ausschussmitgliedern der oppositionellen Demokraten, ob die USA ihre Truppen rechtzeitig vor der Präsidentenwahl zurückziehen würden, sagte der Vizeminister, eine diesbezügliche Entscheidung aus politischen Gründen werde es nicht geben.

„Hier handelt es sich um Entscheidungen der nationalen Sicherheit, die auch auf dieser Grundlage getroffen werden müssen.“ Die Wahl, bei der Amtsinhaber George W. Bush sich um den Wiedereinzug ins Weiße Haus bemüht, findet im November 2004 statt.

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