Neun Entenküken von Schnellstraße gerettet - Mutter tot

Die Entenmutter konnte nur noch tot geborgen werden. / Symbolbild
Die Entenmutter konnte nur noch tot geborgen werden. / Symbolbild ©APA/SARAH KVECH
Am Montag konnten neun Entenküken auf der S1 gerettet werden, nachdem Passanten die ASFINAG fälschlicherweise wegen herumliegendem Müll und Ladegut kontaktierten.

Am Montagmittag kam es zu einem tierischen Rettungseinsatz: Die Traffic Manager der ASFINAG wurden auf die Wiener Außenring Schnellstraße (S1) gerufen, um, nach Informationen von Autofahrern, bei Kilometer Zehn zwischen Rannersdorf (Niederösterreich) und der Raststation Schwechat Teile von der Fahrbahn zu beseitigen. Als die beiden Verkehrsmanager dort eintrafen, bemerkten sie allerdings schnell, dass es sich nicht um Müll oder verlorenes Ladegut handelte.

Eine zehnköpfige Entenfamilie hatte sich auf die Fahrbahn verirrt. Die Entenmutter konnte tragischer Weise nur noch tot geborgen werden und war höchstwahrscheinlich dem Verkehr zum Opfer gefallen. Die neun Entenbabys irrten indes auf der Fahrbahn umher. Die Traffic Manager zögerten nicht und machten sich umgehend an die Bergung der Jungtiere. Sie konnten allesamt unverletzt aufgesammelt werden.

Entenküken wurden zum Wiener Tierschutzverein gebracht

Die Tiere wurden daraufhin von den ASFINAG-Mitarbeitern in den Wiener Tierschutzverein (WTV) nach Vösendorf gebracht und sind dort im Kleintierhaus untergebracht. Sie dürfen sich nun von den Strapazen erholen. Die nur wenige Tage alten Tiere werden unter einer Wärmelampe weiter großgezogen. Sobald das erste Federkleid den Babyflaum ablöst, dürfen die Jungenten in ein kleines Außengehege mit Schwimmbecken ziehen. Wenn sie erneut ein gutes Stück größer sind, geht es danach in einen größeren Außenbereich mit Schwimmteich. Sobald die Enten dann flugfähig sind, werden sie in die freie Natur entlassen.

“Ein herzliches Dankeschön geht an die beiden Retter der ASFINAG. Durch ihre schnelle Reaktion haben sie neun Tierleben gerettet und sicherlich Schlimmeres verhindert. Ohne tierliebe Einsatzkräfte wie jene beiden Herren könnten wir unsere tägliche Arbeit nicht verrichten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz”, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

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