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Neujahrskonzert: Highlights präsentiert

Dirigent Franz Welser-Möst verspricht ein wenig Spaß.
Dirigent Franz Welser-Möst verspricht ein wenig Spaß. ©APA
Am Montag wurden die Highlights des anstehenden Neujahrskonzerts präsentiert. In geradezu idealer Weise soll sich die Zusammenarbeit des Orchesters mit Dirigent Franz Welser-Möst entwickelt haben.

Beinahe romantisch-vertraut ist es am Montag beim alljährlichen Aufmarsch der Proponenten im Vorfeld des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker zugegangen. “Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen”, streute Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg Dirigent Franz Welser-Möst im Hotel Imperial gleichsam Hochzeitsrosen. Schließlich habe sich die Zusammenarbeit des Orchesters mit dem Generalmusikdirektor der Staatsoper in geradezu idealer Weise entwickelt. Deshalb sei es nur die logische Konsequenz, sich Welser-Möst erstmals auch am Pult des Neujahrskonzerts im Musikverein zu wünschen: “Wenn etwas passt, dann passt es auf allen Ebenen.”

“Diese Musik gehört zum Schönsten, was es gibt”, freute sich Welser-Möst auf seine Premiere mit den Strauß-Walzern beim Neujahrskonzert. Überdies gebe es auch einige “familiäre Randgeschichten, die ganz lustig sind”, die ihn persönlich mit dem Programm verbänden. So sei seine Urgroßmutter Teil der Besitzerdynastie des Cafe Dommayers gewesen, dem Schauplatz der ersten Auftritte des Walzerkönigs. Im ersten Teil des Konzerts werden deshalb vornehmlich Stücke gespielt, die im Dommayer uraufgeführt wurden. Überdies finde sich hier mit dem “Donauweibchen” einer seiner Lieblingswalzer, so Welser-Möst.

Kein großes Zirkuspferd

Auch der Spaß werde am 1. Jänner nicht zu kurz kommen. “Ich neige nicht dazu, ein großes Zirkuspferd zu sein – aber das eine oder andere wird es schon geben”, versprach Welser-Möst. Besonders aufgeregt sei er derzeit jedenfalls noch nicht: “Wie viele Millionen auch immer zusehen – ich sehe die ja Gott sei Dank nicht, sonst würde ich vielleicht doch nervös werden.”

Für die Ausstrahlung in alle Welt zeichnet heuer zum 53. Mal der ORF verantwortlich. Man werde unter der Regie von Brian Large mit 14 Kameras im Musikverein präsent sein, so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Schließlich hätten Hunderttausende Menschen auf der Welt den Traum, einmal persönlich beim Neujahrskonzert dabei zu sein: “Und wir schaffen es, den Menschen zu ermöglichen, fast direkt dabei zu sein.”

70 Länder live dabei

Heuer werden 70 Länder live oder live-zeitversetzt an der Übertragung beteiligt sein, die in 5.1 Dolby Surround und HD erfolgt. Im Vorjahr hatten so knapp 50 Millionen Menschen ihr neues Jahr mit den Philharmonikern begonnen.

ORF 2 eröffnet um 9.35 Uhr die “Neujahrsgrüße im Walzerschritt”. Es folgt ein Porträt von Welser-Möst um 9.55 Uhr sowie der Auftakt um 10.40 Uhr. Mit 11.15 Uhr beginnt dann die Liveübertragung. In der Pause ist die Dokumentation “Die Wiener Philharmoniker on tour”, gestaltet von Hannes Rossacher, zu sehen.

Jubiläum für Bühnenschmuck

Das begleitende Ballett kommt heuer erstmals aus dem Schloss Laudon in Wien-Hadersdorf. Vor der Kulisse des verschneiten Schlosses, aber auch in der Staatsoper, tanzt in der Aufzeichnung das Wiener Staatsballett mit den Solisten Maria Yakovleva und Eno Peci. Jean-Guillaume Bart, Danseur Etoile der Pariser Oper, feiert dabei sein Choreographiedebüt.

Ein kleines Jubiläum begeht heuer der Blumenschmuck im Großen Saal des Musikvereins. Zum 30. Mal wird die bunte Blütenpracht vom italienischen Sanremo gestellt, wobei der heurige Farbton in Weiß-Creme und Rosa-Lila gehalten wird.

Mehr Info: www.wiener-philharmoniker.at

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