Neugier-Index zeigt: So wissensdurstig sind die Österreicher

Österreich liegt im EU-Vergleich im soliden Mittelfeld.
Österreich liegt im EU-Vergleich im soliden Mittelfeld. ©pixabay.com (Sujet)
Egal ob Fortbildung, Sprachkurs oder Allgemeinwissen: Die Österreicher landen in puncto Neugierde im Vergleich mit anderen EU-Ländern im soliden Mittelfeld.

Neugier ist ein ständiger Begleiter in unserem täglichen Leben, auch wenn dies eher unterbewusst der Fall ist. In der heutigen, digital verknüpften Welt sind wir gut versorgt, wenn es um Informationen geht und jede Frage, die sich uns stellt, kann innerhalb einiger Sekunden von unserem Smartphone und dem World Wide Web beantwortet werden.

Als internationaler Konzern wollte der Büroausstatter Viking herausfinden, welche EU-Länder besonders neugierig sind. Für die Erstellung des Rankings entschied man sich für die Auswertung von Daten, die die Neugier der unterschiedlichen EU-Länder am besten repräsentieren. Folgende Bereiche wurden miteinander verglichen: Wikipedia-Seitenaufrufe, Anzahl der Duolingo-Nutzer, Online-Nachrichtenlesen, Erasmus-Studenten, berufliche Bildung und Ausleihen aus öffentlichen Bibliotheken.

Welches EU-Land ist das neugierigste?

Den Ergebnissen zufolge hat Malta die höchste Gesamtpunktzahl erreicht und ist somit das neugierigste Land in der EU. Bulgarien hingegen belegt den letzten Platz unseres Neugier-Rankings.

Österreich schneidet im Vergleich zu anderen EU-Ländern nicht ganz so gut ab, befindet sich jedoch in der soliden Mitte auf dem 15. Platz.

So schneidet Österreich im Neugier-Index ab

Bei den Wikipedia-Seitenaufrufen belegt Österreich den 7. Platz und liegt im Ranking über dem Durchschnitt, denn unsere Internetnutzer greifen im Durchschnitt 12,4 mal im Monat auf Wikipedia zu.

In puncto Fremdsprachen liegt das Land mit dem 15. Platz im Mittelfeld. Immerhin schneiden die Österreicher hier viel stärker als die deutschen Nachbarn (Platz 25) ab. Duolingo ist eine der beliebtesten Sprachlern-Apps weltweit und hat 482.181 aktive Nutzer in Österreich.

Beim Online-Nachrichtenlesen landet Österreich auf Platz 23, denn 71 Prozent der Web-Surfer lesen Zeitungen online. Dies mag auf den ersten Blick ein hoher Prozentsatz sein, jedoch ist man damit weit hinter den Top 5 Ländern - Litauen, Tschechien, Kroatien, Estland und Finnland - bei denen die Anzahl der digitalen Nachrichtenleser bei über 90 Prozent liegt.

Das Erasmus-Programm ermöglicht ein Auslandsstudium in Europa. Auf diese Weise lernt man nicht nur das eigene Fach, sondern auch die Sprache und Kultur eines anderen Landes näher kennen. Auch hier landet Österreich in der soliden Mitte auf dem 13. Platz und hat Nachbarland Deutschland (#18) wieder abgehängt. Aus 1000 Studenten sind knapp 17 österreichische Erasmus-Studenten.

Bei der beruflichen Weiterbildung schaffen es die Österreicher wieder auf Platz 14 mit knapp zehn Stunden im Jahr. Luxemburg scheint viel mehr Zeit in berufliche Weiterbildung zu investieren und ergattert mit 20,5 Stunden den ersten Platz. Lettland bildet das Schlusslicht mit knapp vier Stunden.

Der Trend zur Buchausleihe scheint hierzulande dagegen nicht gegeben. In diesem Ranking schneidet Österreich nicht sehr gut ab und schafft es gerade mal auf Platz 19, denn mit ca. 2,4 Ausleihen pro Einwohner im Jahr ist das unter dem EU-Durchschnitt.

Grafiken: Viking

(Red)

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