Neues Wiener Dienstrecht als Vorbild

"Die vielen Vorteile der Wiener Dienstrechtsnovelle haben Vorbildwirkung. Schon jetzt wollen andere Bundesländer nachziehen", zog der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Christian Meidlinger, erste Bilanz.

Kritik an einer siebenten Urlaubswoche für ältere ArbeitnehmerInnen ist nicht nachvollziehbar: “Auch Menschen in körperlich und psychisch schwierigen Bereichen müssen eine Chance haben, länger beruflich aktiv zu bleiben.”

“Die Aufgaben der Gemeindebediensteten sind teilweise extrem anstrengend. Jahrzehntelange Schwerarbeit fordert ihren Tribut. Besonders in Wien ist es uns gelungen, Anregungen der Gewerkschaften zur Prävention von Folgeschäden umzusetzen”, erklärte Meidlinger. Neben der Einführung einer siebenten Urlaubswoche für ältere Bedienstete sind exakt definierte Arbeitszeitregelungen, verbesserte Urlaubsbestimmungen, Abgeltung von Mehrdienstleistungen von Teilzeit-Beschäftigten, Anerkennung der Pflegefreistellung während des Erholungsurlaubs und die Schaffung eines Freiquartals besonders hervorzuheben.

 

Eine starkes Standbein sind natürlich auch Programme zur Prävention und zahlreiche technische Innovationen zum ArbeitnehmerInnenschutz. Unter anderen sind verbesserte Schutzausrüstung in vielen Bereichen und zahlreiche Maßnahmen zur Optimierung der Ergonomie täglicher Arbeitsabläufe nur zwei Punkte auf einer langen Liste.

“Im Vergleich zu den sozialen Standards vor 20 bis 30 Jahren ist in Österreich ein Quantensprung gelungen”, sagte Meidlinger. Davon profitieren natürlich die Bürgerinnen und Bürger. Von den Aufgaben der Österreichischen Gemeindebediensteten ist nicht nur das reibungslose Funktionieren der Städte und Kommunen abhängig. Häufig, wie zum Beispiel im Fall von Rettung, Spitälern und Feuerwehr, hängen Menschenleben direkt davon ab. “Das setzt natürlich voraus, dass die ArbeitnehmerInnen in diesen Bereichen fit sind”, betonte Meidlinger.

 

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