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Neues Seminar im KHM

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Kunst als Plattform für Persönlichkeitsentwicklung - dieses Konzept hat sich ein Team aus einer Wirtschaftsberaterin, einer Kunstexpertin und einer Kommunikationsspezialistin zu eigen gemacht, um Führungskräfte einmal anders zu trainieren.

Wie bedeutend die Rolle von Kunst für die Reflexion von Führungsaufgaben sein kann, stellten Lydia Hopfgartner, Cornelia Scala-Hausmann und Andrea Stockhammer heute, Montag, Vormittag im Kunsthistorischen Museum (KHM) in Wien vor. “Rembrandt für Manager” nennt sich das eintägige “Leadership”-Training, in dem vor allem Erkenntnisse zum Selbst- und Fremdbild gewonnen werden sollen.

In drei Teile gliedert sich das Seminar im Rahmen des Projekts “Führungskunst – Kunstführung” das ab 25. April fünf Mal im KHM angeboten wird: Nach einer “reflexiven Kunstführung” durch das Museum wird im Rahmen eines interaktiven Vortrags ein Profil des Managers erstellt. In weiterer Folge soll dieses in einem Kreativ-Workshop umgesetzt werden. Im Zentrum der Führung stehen Porträts, mit Hilfe derer später Erkenntnisse zum Selbst- und Fremdbild gewonnen werden sollen. Persönliche, intuitive Empfindungen zu ausgewählten Werken werden danach in der Gruppe verglichen und hinterfragt, wie Stockhammer erklärte.

Entstehen sollen “innere Bilder über das eigene Führungsverhalten”, weiters soll mehr Verständnis für unterschiedliche Auffassungen von “Wahrheit” ans Tageslicht treten. Angewendet wird dabei die eigens entwickelte “Symbolon”-Methode. Im “Art Coaching” geht es darum, “durch schöpferisches Arbeiten Zugang zu unbewussten Anteilen der eigenen Führungspersönlichkeit zu entwickeln”, wie es heißt. Auch hier ist die Einbeziehung der Außenperspektive ein wesentliches Element.

“Was sagen andere zu meinem Lieblingsbild?” und “Was löst mein Auftreten bei anderen aus?” soll mit Hilfe verschiedener Porträts, mit denen unterschiedliche Stärken und Schwächen assoziiert werden können, erörtert werden. Das Bild diene dabei als Metapher und Projektionsfläche für die eigene Persönlichkeit. “Die Zeit der Museen kommt wieder”, meinte Paul Frey, kaufmännischer Geschäftsführer des KHM. Der Besuch eines Museums sei nicht zuletzt ein “bewusstes mit sich in Kontakt treten”. Das Interesse an Kunst sei eine “Kardinaltugend von Führungspersönlichkeiten”, die in einer schnelllebigen Zeit schließlich gerade auch durch das Zuhören Entscheidungen treffen würden.

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