Neues Kino für Wien

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Unter dem Namen "Lugner Kino City" soll am 1. September das neue Kino bei der Lugner City eröffnet werden. Um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, soll das Kino des Baumeisters das "bequemste Kino" werden.

Die Kubatur des zukünftigen Kinos bei der Wiener Lugner City ist bereits zu erkennen. Um die 1.840 Sitzplätze Gewinn bringend auszulasten, benötigt man jährlich 550.000 Besucher – und die werde man bekommen, versicherte Baumeister Richard Lugner der APA. Zunächst wird aber am 17. Mai die neue Brücke eingehoben, die das Kino am Neubaugürtel mit der U-Bahn-Station Burggasse verbinden soll.

Für die Aktion müsse man dort rund fünf Stunden den Gürtel sperren, so Lugner. Der Steg soll dann, nach seiner Eröffnung am 15. August, in den zweiten Stock des 28 Mio. Euro teuren Kinocenters im 15. Bezirk führen, wo unter anderem Lokale wie das „Mörtelbräu“ mit Bauhelm-Tischleuchten zum Verweilen einladen. Wer das nicht will, kann vom neuen Haus über eine weitere Brücke in die bestehende Lugner City gelangen. Deren Namensgeber hofft, am 1. September als Eröffnungstag festhalten zu können. Dennoch, so Lugner: „Wir kämpfen schwer mit dem Termin.“

Bequemstes Kino

Um die angestrebte Besucherzahlen zu erreichen, will man vor allem den Konkurrenten Apollo, UCI Millennium City, Auhof und Twintower-Kino Gäste abwerben. „In der Liga spielen wir“, unterstrich Lugner. Erreicht werden soll dies vor allem durch eines: „Wir wollen das bequemste Kino sein.“ Zwischen den Sitzreihen werde man 1,40 Meter Platz lassen, sämtliche Sitze sollen verstellbare Rückenlehnen haben und zum Kleinsofa mutieren, wenn man die trennende Armlehne nach oben klappt.

Zusätzlich werden vier Säle mit einem VIP-Bereich ausgestattet, der vier Euro extra kostet. Hier beträgt der Reihenabstand gar zwei Meter. Außerdem kann man einen eigenen Wartebereich nutzen, um in aller Ruhe die Werbung vor dem Hauptfilm abzuwarten.

Einzelne der 13 Säle lassen sich dann auch für private Feiern buchen. In zwei kleinen Räumen mit je 22 Plätzen können sogar eigene Wunschfilme abgespielt werden. Beim regulären Filmangebot setzt der Baumeister allerdings auf bewährte Blockbuster. An originalsprachige Filme denkt er nicht: „Wenn man in Wien Kino macht, soll man Deutsch spielen“, unterstrich Lugner.

Eine Veränderung gibt es bei der Betreibergesellschaft für das Kino, der Lugner City KinobetriebsgmbH. Maria Gabriella Morawetz, die ursprünglich 40 Prozent halten sollte, steigt aus. Man habe hier einen Interessenkonflikt vermeiden wollen, da Morawetz’ Vater als Filmverleiher tätig sei, so Lugner. In Zukunft werde wohl der Kinobetreiber Peter Hauswirth, der das Lichtspielhaus auch managen wird, 40 Prozent an der BetriebsgmbH halten, die Lugner-Familien-Stiftung die restlichen 60 Prozent. Die ursprüngliche Aufteilung sah 20 Prozent für Hauswirth und je 40 Prozent für Morawetz und die Lugner-Stitung vor.

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