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Neues Hundehaltegesetz: Wien startet Schwerpunktkontrollen

Wien startet die ersten Schwerpunktkontrollen nach dem neuen Hundehaltegesetz.
Wien startet die ersten Schwerpunktkontrollen nach dem neuen Hundehaltegesetz. ©APA/Georg Hochmuth
Wien startet nun die ersten Schwerpunktkontrollen nach dem neuen Hundehaltegesetz. Alle zwei Wochen wird die Polizei Hotspot-Überprüfungen durchführen und den Fokus auf die neuen Änderungen des Gesetzes legen.
Alkoholkontrollen ab 1. Jänner
Neue Regelungen fix
Neues Wiener Tierhaltegesetz tritt offiziell in Kraft

Mitte Februar ist in Wien das neue Tierhaltegesetz in Kraft getreten. Das bedeutet strengere Regeln für Hundebesitzer. So gibt es für “Kampfhunde” nicht nur eine striktere Leinen- und Maulkorbpflicht, sondern für Herrchen oder Frauchen auch ein Alkohollimit von 0,5 Promille. Polizei und Stadt führen nun eine erste “Aktion scharf” durch, um die Einhaltung der neuen Regeln zu überprüfen.

Wobei die Exekutive gemeinsam mit den Rathaus-Behörden mehrmals jährlich Schwerpunktkontrollen in Sachen Hundehaltung durchführen, wie am Montag bei einem Medientermin mit der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl betont wurde. Bei den jetzt angelaufenen und auf zwei Wochen angelegten Hotspot-Überprüfungen werden aber erstmals die Neuerungen des Gesetzes schlagend.

Polizei nimmt Situation auf Wiener Donauinsel und Donaukanal genauer unter die Lupe

Sogenannte Listenhunde müssen beispielsweise im öffentlichen Raum – ausgenommen eingezäunte Hundezonen – sowohl Maulkorb als auch Leine angelegt haben. Für alle übrigen Hunde gilt Maulkorb- oder Leinenpflicht. Hier habe es in letzter Zeit wieder vermehrt Beschwerden gegeben – vor allem betreffend größere Naherholungsgebiete. Folglich werden Polizei, städtische Veterinärdienste (MA 60) und MA 6 (Rechnungs- und Abgabewesen) etwa die Situation auf der Donauinsel, am Donaukanal, am Laaerberg oder in größeren Parks genauer unter die Lupe nehmen. Grundsätzlich werde aber ganz Wien bestreift, betonte Pürstl. Neben der Einhaltung der Maulkorb- und Leinenpflicht stehen auch das verpflichtende Chippen und der für Listenhundehalter obligatorische Hundeführschein im Fokus.

Kontrolliert wird im Bedarfsfall zudem die 0,5-Promille-Grenze bei Listenhundehaltern. Diese gilt ebenfalls bereits seit Mitte Februar. Zahlen, wie viele Besitzer bisher blasen mussten bzw. schon als Alko-Sünder mit Vierbeiner entlarvt wurden, gab es noch nicht.

Ab 1. Juli müssen Besitzer Sachkundenachweise vorlegen

Die Verschärfungen beim Tierhaltegesetz wurden als Reaktion auf jenen Vorfall getroffen, bei dem im vergangenen September ein Rottweiler ein Wiener Kleinkind totgebissen hatte. Die Besitzerin hatte 1,4 Promille Alkohol im Blut und wurde am Montag am Landesgericht nicht rechtskräftig zu 18 Monaten Haft wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt. Die neuen Regeln sollen möglichst verhindern, dass sich ein derart tragischer Fall noch einmal ereigne, betonte Sima heute.

Ebenfalls Teil des Gesetzes, aber noch nicht in Kraft, ist eine Neuerung, die alle Wiener Hundebesitzer angeht: Unabhängig von der Rasse muss dann nämlich ein sogenannter Sachkundenachweis erlangt werden. Im entsprechenden Kurs werden Grundkenntnisse über die Haltung eines Vierbeiners vermittelt. Diese Regelung gilt ab 1. Juli.

(APA/Red)

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