AA

Neues Haus der Barmherzigkeit

Das „Haus der Barmherzigkeit“ errichtet in der Tokiostraße in Wien-Donaustadt ein weiteres geriatrisches Pflegekrankenhaus - am Montag wurde das Bauprojekt präsentiert - Fertigstellung Mitte 2006.

Bis 2006 werden rund 250 Plätze für hochbetagte und chronisch kranke Patienten entstehen. Das Neubauprojekt hat am Montag Gesundheitsstadträtin Renate Brauner (S) gemeinsam mit dem verantwortlichen Architekten Gustav Peichl im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. Baubeginn ist im Oktober – die Fertigstellung ist für Mitte 2006 geplant.

“Flexibles Angebot für pflegebedürftige ältere Menschen


Die klassischen „Alten“ gebe es nicht, erklärte Brauner: „Die Angebote müssen flexibel sein.“ Genau auf diese Bedürfnisse von alten, pflegebedürftigen Menschen wolle das „Haus der Barmherzigkeit“ eingehen. „Man muss den Patienten Abwechslung bieten“, bestätigte der ärztliche Direktor Christoph Gisinger.


Der von Gustav Peichl geplante modernen Neubau mit hellen Ein- und Zweibettzimmern soll vor allem Menschen mit sehr hohem Pflegebedarf dienen. So wird es etwa einen „Dorfplatz“ geben, „wo Erlebnisse möglich sind“ und der das soziale Leben in Schwung bringen soll, so Gisinger. Spezielle Angebote für altersdemente und an Alzheimer erkrankten Patienten runden das umfangreiche Angebot ab. Auch eigene Stationen für geriatrische Rehabilitation, „Palliativ Care“ und Schmerztherapie soll es geben. „Die Leute müssen sich wohl fühlen“, umriss Brauner das Konzept des neuen Hauses.


Die Errichtungskosten betragen 46,2 Mio. Euro. Die Stadt Wien unterstützt die gemeinnützige Pflegeeinrichtung mit einem zinslosen Darlehen über 21,4 Mio. Euro. Ein Mitgrund für den Neubau sei das veralterte Haus in der Vinzenzgasse in Währing. In der Seeböckgasse in Ottakring werde deswegen bereits im Frühjahr 2005 ein geriatrisches Pflegekrankenhaus mit 300 Betten eröffnet.

Patienten können 2006 einziehen


Das Haus in der Tokiostraße soll dann ab Oktober 2006 – „vielleicht auch schon früher“, so Gisinger – die ersten Patienten beherbergen. „Es ist ein Umsiedelungsprojekt“, sagte Gisinger. Die Zukunft des Hauses in der Vinzenzgasse ab 2006 sei aber noch offen. Die Zahl der Betreuten werde in etwa gleich bleiben.


Ihr Ziel sei es trotzdem mehr Plätze zu schaffen, erklärte Brauner. Primär sei es aber von Interesse, dass alte Menschen „möglichst lange zu Hause bleiben können“. Daher müssen auch die Ambulanzen ausgebaut werden, zeigte sich die Gesundheitsstadträtin überzeugt. Für die Öffentliche Hand sei es „wichtig, vornehm und bedeutsam“, alten Menschen das zu geben, was sie brauchen.

Service:Spenden für das „Haus der Barmherzigkeit“ wird werden erbeten an: PSK 7177.204, BLZ 60 000 und Erste Bank 08007330, BLZ 20111

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Neues Haus der Barmherzigkeit
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen