Neues Buch: Wien-Film. Träume aus Zelluloid

Als im Jahre 1985 die "Wien-Film" aufgelöst und kurze Zeit darauf die Filmstadt in Sievering abgerissen wurde, ging ein Stück österreichischer Filmgeschichte verloren.

Das im Sutton Verlag erschienene Buch “Wien-Film” von Christian F. Winkler dokumentiert mit historischen Aufnahmen und Filmplakaten die Geschichte der Wiener Traumfabrik.

In chronologischer Reihenfolge erzählt Winkler über die Anfänge der “Wien-Film” im Jahre 1914, als Alexander Graf Kolowrat die “Sascha- Filmfabrik” gründete, bis zu ihrem Ende 1985. In rund 70 Jahren wurden hier zahlreiche Klassiker wie die “Sissi”-Triologie und “Hallo Dienstmann” produziert. Auf dem Höhepunkt im Jahr 1922 verließen siebzig abendfüllende Filme das Atelier im 19. Wiener Gemeindebezirk

Neben technischen Entwicklungen sowie wechselnden politischen Voraussetzungen – ein Kapitel zeigt die Geschichte der “Wien-Film” und ihrer Protagonisten im Schatten des Nationalsozialismus – steht in dem Band in erster Linie der Alltag am Filmset im Vordergrund. So gewährt das Buch Einblicke in Dreharbeiten und erzählt von amüsanten Begebenheiten mit Filmgrößen wie Marlene Dietrich, Willi Forst, Hans Moser und Romy Schneider. Ein fotografischer Rundgang durch die seinerzeit für die Öffentlichkeit unzugänglichen Filmstudios rundet die Dokumentation über die Traumfabrik ab, an die heute nur noch der Willi-Forst-Weg erinnern.

Christian F. Winkler: Wien-Film. Träume aus Zelluloid. Sutton Verlag

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