Neues Buch widmet sich Wien als Stadt der Brücken

Wussten Sie, dass Wien eine Statd der Brücken ist und Venedig um Längen schlägt? Höchste Zeit, diesem Thema ein Buch zu widmen.

Wien ist eine Stadt der Brücken: Mit 1.716 Exemplaren übertrifft die Donaumetropole Venedig um das Vierfache, muss sich aber Hamburg mit 2.500 Brückenbauwerken geschlagen geben. Aus diesem wenig beachteten Umstand hat Elisabeth Patsios nun ein Buch gemacht, das sich unter dem Titel “Wiener Brücken. Bauwerke ästhetischer Ingenieurskunst” den Überquerungen widmet und am Montag vorgestellt wurde.

Es gebe in Wien zwar keine Golden Gate Bridge wie in San Francisco oder keine Karlsbrücke wie in Prag, bedauerte Patsios, die ihren Sinn für Ästhetik bereits mit ihrer Erstveröffentlichung “Die Schönste der Schönen: Geschichte der Miss Austria 1929 – 2009” bewiesen hat. Allerdings gebe es auch in der Bundeshauptstadt einige versteckte Preziosen zu entdecken.

So beleuchtet die Autorin die Gesamtheit der Brückenschönheiten in der Bundeshauptstadt, von denen die zehn Donau-, 32 Donaukanal- und 40 Wienfluss-Brücken nur den kleinsten Teil des Gesamtbestandes ausmachen. Allein auf die U-Bahn-Linien entfallen 271 Brücken mit einer Gesamtlänge von 12,939 Kilometern.

Alt und kurz ist hingegen der Konstantinsteg im Prater, der mit seinem Eröffnungsjahr 1873 die älteste Brücke Wiens darstellt. Ansonsten ist der Großteil der Wiener Brücken jedoch neueren Datums, zumal die wesentlichen Bauwerke dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen und die Bautätigkeit seither deutlich verstärkt wurde. So wurden 167 der von der Magistratsabteilung 29 (und somit nicht von ÖBB, Wiener Linien oder Asfinag) betreuten Brücken vor 1950, 651 danach errichtet. Die derzeit jüngste ist der Begleitsteg der Ostbahnbrücke.

Vor die Auflistung der verschiedenen Bauten samt künstlerischer Ablichtungen hat die Autorin überdies eine kurze Geschichte des Brückenbaus gesetzt. Dort sinniert sie über technische Entwicklungen wie das Aufkommen der Hängebrücken ebenso wie über die Namenskunde – so etwa über den Umstand, dass der Papst den Beinamen “Pontifex” (Brückenbauer) trägt.

 

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