Neuerung der Zulassungstests zum Medizinstudium in Österreich

Auch dieses Jahr vergeben die Universität Wien, Graz und Innsbruck insgesamt 1500 Studienplätze in der Human- und Zahnmedizin. Dieses Mal sind die Auswahlverfahren jedoch anders.

Bisher haben Wien und Innsbruck mit dem EMS (Eignungstest für das Medizinstudium) ihre Studienplätze besetzt. Zwar ist das Klagen über zu wenig Studienplätze groß, jedoch sorgt die Quotenregelung für eine faire Vergabe. 75% der Plätze gehen demnach an Bewerber mit einem österreichischen Reifezeugnis, 20 % an Eu-Bürger und die restlichen 5% an Anwärter aus außereuropäischen Ländern. Die Gewährleistung, dass ausreichend Österreicher Mediziner werden können, ist aber auch gegeben, weil die prozentuelle Verteilung vor dem Ergebnis des EMS eingestuft wird. Unter anderem wurden bisher medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Umgang mit Zahlen  usw. in Innsbruck und Wien abgefragt.

Self-Assessment erstmalig in Wien

Self-Assessment: Ab März soll es erstmals den Bewerbern ermöglicht werden, sich selbst, anonym über studienrelevante Persönlichkeitsmerkmale zu testen. Dabei müssen sie einen Fragebogen ausfüllen, worauf sie Auskunft  über diese Merkmale in Form eines Vergleichs mit mehren Gruppen von Studienrichtungen bekommen. Ein erster Probelauf mit 800 Studenten verlief viel versprechend und lieferte relevante Vergleichswerte. Der Vorteil eines solchen Selbsteinschätzungstests  läge, laut Vizerektor Rudolf Mallinger, in der Ungezwungenheit eines solchen Vorscreenings. Die Studienanwärter hätten nicht den Druck, wie bei einem Auswahlverfahren, sondern können so schon vor Antritt Schlussfolgerungen ziehen.

Neu in Graz: “Situational-Judgement-Test”

Allgemeinwissen über die Grundlagenfächer Biologie, Chemie, Mathematik, Physik und Textverständnis wird an der Uni Graz getestet. Der so genannten “Situational-Judgement-Test” ist ein erster Versuch, den Studienerfolg zu verbessern und die Durchfallquote zu reduzieren. Bei dem Sozialtest müssen sich die Studienanwärter in einem Multiple-Choice-verfahren entscheiden, wie sie in verschiedenen ärztlich-relevanten Situationen handeln würden.

Beide Universitäten reagieren durch diese neuen Tests wahrscheinlich auch auf die hohe Durchfallrate der Frauen. Zwar sind mehr als die Hälfte der Bewerben weiblich, jedoch schafften es bisher nur zwischen 43 und 46 Prozent in das Studium.

Die Elektronische Voranmeldung für das Medizinstudium in Österreich startet am 1. Februar

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