Neuer Senatschef der Universität kritisiert Uni-Gesetz

Der Senat der Universität Wien hat einen neuen Vorsitzenden: Der Vorstand des Instituts für Strafrecht und Kriminologie, Helmut Fuchs, wurde zum Nachfolger von Gerhard Clemenz gewählt.

Stellvertretende Vorsitzende wurden Gabriele Kucsko-Stadlmayer und Sieglinde Rosenberger, teilte die Uni Wien mit.

Fuchs ist seit 1986 Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Uni Wien. Er ist zudem Mitglied der Österreichischen Bioethikkommission und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Strafrecht und Kriminologie.

Plädoyer für die Autonomie

Fuchs hob die Rolle des Senats als einziges autonom gewähltes Kollegialorgan der Gesamtuniversität hervor. “Jede Beschneidung der Kompetenzen des Senats ist ein Griff nach der Autonomie der Universität”, kritisierte Fuchs die Pläne von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V), im Zuge der Reform des Universitätsgesetzes (UG) etwa die Kompetenzen des Senats bei der Rektorswahl einzuschränken.

Woher nehmen und nicht stehlen?

Kritik übte Fuchs auch am “unvollständigen Ersatz der Einnahmenausfälle”, die den Unis “durch die politisch motivierte Abschaffung der Studiengebühren” entstanden seien. Eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Universitäten sei aber Voraussetzung für optimale Arbeitsbedingungen für Lehrende, Forschende und Studierende, die dem neuen Senatschef ein wichtiges Anliegen sind.

Dr. Karl Lueger Ring 1, 1010 Wien, Austria

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