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Neuer Rekord bei den Wiener Linien: 822.000 Öffi-Jahreskarten

Die Wiener Linien können sich über einen neuen Rekord freuen.
Die Wiener Linien können sich über einen neuen Rekord freuen. ©PID/Fürthner
Die Wiener Linien können sich über einen neuen Fahrgast-Rekord freuen. Im Jahr 2018 kletterete die Passagieranzahl auf 956,9 Millionen. 822.000 Menschen besitzen eine Jahresnetzkarte.

Die Wiener Öffis sind und bleiben beliebt. Im Jahr 2018 haben 965,9 Millionen Menschen – und damit 2,6 Millionen täglich – die Öffis genutzt. Auch die Jahreskarte hat einen neuen Rekord erreicht. Mittlerweile besitzen 822.000 Wienerinnen und Wiener eine Jahresnetzkarte. Die Hauptstädter legten zuletzt wieder mehr Wege per Auto zurück. Der Anteil des Pkw-Verkehrs stieg nämlich von 27 auf 29 Prozent, wie der “Modal Split” zeigt.

Täglich um 1 Euro die Wiener Öffis nutzen

„Wir machen den Wienerinnen und Wienern mit der 365 Euro-Jahreskarte ein unschlagbares Angebot, sie fahren damit täglich um nur einen Euro im best-ausgebauten Öffi-Netz. Dieses Angebot wird auch gut angenommen: 2018 waren bereits 822.000 Fahrgäste mit einer Jahreskarte unterwegs, das ist ein Plus von über 40.000 in nur einem Jahr. Somit gibt es mehr Jahreskarten als zugelassene PKWs in unserer Stadt. Wir ruhen uns aber nicht aus auf den Erfolgen, sondern investieren auch heuer wieder über 435 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Öffis, die entscheidend zum Klimaschutz beitragen“, kündigt Öffi-Stadträtin Ulli Sima an.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer ergänzt: „Wir wollen unsere Fahrgäste auch heuer von unserem Angebot  überzeugen. So schaffen wir beispielsweise neue Klimaanlagen für die U6-Züge an, modernisieren die Bus- und Straßenbahnflotte und erneuern unsere Stationen und Gleise. Das herausforderndste Projekt, das uns die nächsten Jahre über begleitet, ist aber sicherlich das neue Linienkreuz U2xU5.“

Die am Mittwoch im Zuge einer Pressekonferenz der Wiener Linien präsentierten Zahlen geben Auskunft darüber, welche Art der Fortbewegung die Bevölkerung für ihre Wege wählt. Im Jahr 2017 entfielen 38 Prozent auf die öffentlichen Verkehrsmittel, 28 auf das Zu-Fuß-Gehen, 27 Prozent auf das Auto und sieben Prozent auf das Fahrrad. Bei Öffis und Radfahrern gab es 2018 keine Verschiebung. Der Pkw-Anteil nahm allerdings um zwei Prozentpunkte zu und stieg auf 29 Prozent – zulasten der Fußgänger (26 Prozent).

Großprojekte der Wiener Linien 2019

2019 liegt der Fokus auf Straßenbahnprojekten – mit dem Öffi-Paket werden Bim und Bus beschleunigt und ausgebaut. Mit der Linie 11 wird eine bessere Verbindung zwischen Simmering und Favoriten geschaffen. Neben dem 11er kehrt die Linie 71 nach Kaiserebersdorf zurück. Aktuell wird die Linie D um 1,1 Kilometer und zwei Stationen bis zur Absberggasse verlängert. Die Beschleunigung des 15A ist eine wichtige Maßnahme für das Öffi-Netz im Süden Wiens.

U2 x U5 in Wien und neue Fahrzeugflotte

Seit dem Spatenstich am Matzleinsdorfer Platz im Oktober 2018 wird am Baufeld Triester Straße am Startschacht für die Tunnelbohrmaschine gearbeitet. Auch bei der Station Pilgramgasse, wo U4-Modernisierung und U2-Bau Hand in Hand gehen, wird weiter gebaut. Nachdem im Herbst 2018 eine fast 2.000 m2 große Arbeitsplattform über dem Wienfluss errichtet wurde, bleibt 2019 kein Stein mehr auf dem anderen. Mit Ausnahme des denkmalgeschützten Otto-Wagner-Aufganges wird die gesamte Station abgetragen und als Knotenstation von U2 und U4 neu errichtet.

Eine neue U-Bahn-Linie braucht natürlich auch neue Fahrzeuge: 2019 wird der erste Zug der neuen U-Bahn-Generation im Siemens-Werk in Simmering Gestalt annehmen. Noch im Frühjahr starten die Bauarbeiten am ersten Prototypen, damit der X-Wagen Mitte 2020 den Testbetrieb im Wiener U-Bahn-Netz aufnehmen kann. Bei den Straßenbahnen gibt es schon eine neue Generation, den Flexity: Bislang sind zwei Garnituren im Einsatz, bis Ende 2019 kommen 16 neue Flexity-Straßenbahnen dazu. Diese werden auf den Linien 67, 71 und 6 unterwegs sein.

Autonome Busse und klimatisierte Züge in Wien

Ein breit aufgestelltes Projektkonsortium beschäftigt sich intensiv mit dem Zukunftsprojekt autonome Öffi-Busse. Die zwei elektrisch-betriebenen E-Busse starten im Frühjahr 2019 mit dem Fahrgasttestbetrieb auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke rund um die U2-Station Seestadt. Mit Ende 2019 auch die Umstellung der Busflotte auf umweltfreundliche EURO-6 Mercedes Busse abgeschlossen. Heuer werden noch 12 Normalbusse, 33 Gelenkbusse und 19 XL-Busse geliefert.

2018 wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf der U6 umgesetzt – Bodenmarkierungen sorgen für schnelleres Ein- und Aussteigen, Stationen und Fahrzeuge wurden modernisiert und die Sauberkeitsmaßnahmen verstärkt. 2019 rüsten die Wiener Linien step by step die alten U6-Züge mit Klimaanlagen nach, bis Ende 2020 sind dann auch die letzten U6-Züge klimatisiert. Bereits letzten Sommer wurden Lüftungskiemen und Sonnenschutzfolien an den alten Zügen angebracht, die für Abkühlung an heißen Tagen sorgen.

Essverbot in allen U-Bahnen in Wien

Nach dem erfolgreichen Start auf der U6 wurde auf Wunsch der Fahrgäste ab Mitte Jänner 2019 ein generelles Essverbot auf allen U-Bahn-Linien umgesetzt. Dieses wird von den Fahrgästen sehr gut angenommen. „Uns geht es um ein Miteinander und um Rücksichtnahme in den Öffis. Das Essverbot sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste wohler fühlen, die Züge sauberer sind und die Reinigungskosten sinken“, so Sima.

Seit vergangenem Herbst sind alle 80 SicherheitsdienstmitarbeiterInnen mit Bodycams unterwegs. Die Kameras wirken präventiv und deeskalierend. Das Sicherheitsteam wird im Laufe des Jahres auf 120 MitarbeiterInnen aufgestockt. Auch die Videoüberwachung wird ausgebaut: Zu den bereits 13.000 Kameras in den Öffis, kommen 2019 noch einmal 600 in Fahrzeugen und Stationen hinzu.

Außerdem wird noch bis Ende Juni die U4-Station Roßauer Lände in Fahrtrichtung Heiligenstadt generalsaniert. In den Sommerferien wird die U4 zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz erneuert. Die Gumpendorfer Straße ist das letzte U6-Revitalisierungs-Projekt und wird Anfang Mai abgeschlossen

(Red)

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