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Neuer ÖBB-Fahrplan ab 9. Dezember: Buchungen sind ab sofort möglich

Der neue Fahrplan der ÖBB tritt am 9. Dezember in Kraft.
Der neue Fahrplan der ÖBB tritt am 9. Dezember in Kraft. ©APA
Der 9. Dezember ist für die ÖBB in zweierlei Hinsicht ein wichtiger Stichtag: Einerseits tritt der neue Fahrplan in Kraft, andererseits halten Züge erstmals im neuen Wiener Hauptbahnhof. Neuerungen im Fahrplan sollen Zeitersparnis bringen. Buchungen sind ab sofort online, am Automaten oder am Schalter möglich.
Am neuen Hauptbahnhof
Neue ÖBB-Zentrale in Wien

Ab dem 9. Dezember gibt es einen neuen ÖBB-Fahrplan. Neuerungen jede Menge Zeitersparnis bringen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Auf der Achse Wien-Bregenz verspricht die ÖBB eine Zeitersparnis bis zu 23 Minuten. Eine Fahrt von der Bundeshauptstadt nach Salzburg mit dem Railjet dauert dann nur noch zwei Stunden und 22 Minuten. Wien-Linz wird in eineinviertel Stunden absolviert (19 Minuten schneller als zuvor), Wien-St. Pölten in 25 Minuten (16 Minuten schneller).

Zeitersparnis im Nahverkehr der ÖBB

Auch im Nahverkehr soll die Fahrzeit zwischen Wien-St.Pölten-Loosdorf-Melk-Pöchlarn- Ybbs um bis zu 19 Minuten verkürzt werden. Möglich wird das laut ÖBB durch den Einsatz von 200 km/h schnellen Regionalexpresszügen (REX200) für die Pendlerströme in der Früh von Niederösterreich Richtung Wien sowie in den Nachmittagsstunden in die Gegenrichtung. In beiden Fahrtrichtungen halten die REX200-Züge auch im neuen Bahnhof Tullnerfeld.

 Entlang der bestehenden Weststrecke werden künftig ein REX-Stundentakt zwischen Wien-Westbahnhof und Amstetten, ein Regionalzug-Stundentakt zwischen Wien-West und St.Pölten sowie ein 30-Minuten-Takt bei der Schnellbahn-Linie S50 für ein dichteres Angebot. Die Schnellbahn-Linie S60 wird aufgrund der Teilinbetriebnahme des Wiener Hauptbahnhofs bis Wien-Hütteldorf (via Wien-Meidling) verlängert (in der Stoßzeit bis Rekawinkel), die Linie S80 via Wien-Meidling auf die Pottendorfer Linie durchgebunden.

Regionalzüge im Stundentakt

Auf der Südachse wird ÖBB-Angaben zufolge der Verkehr zwischen Deutschkreutz und Wiener Neustadt ab 9. Dezember verdichtet. Regionalzüge fahren künftig auch am Wochenende im Stundentakt, in der Hauptverkehrszeit unter der Woche wird der Takt in der jeweils stärkeren Richtung weiterhin auf 30 Minuten verdichtet. In den S-Bahn-Systemen Kärnten und Vorarlberg werden die Takte der S-Bahn-Züge und vereinzelte Anschlüsse an den Fernverkehr verbessert. In Vorarlberg erfolgt zusätzlich eine Ausweitung des Nachtverkehrs.

Wiener Hauptbahnhof geht in Betrieb

 Mit Fahrplanwechsel gehen auch die ersten vier Gleise des Wiener Hauptbahnhofs in Betrieb. Damit ist erstmals eine Verknüpfung von Zügen, die aus dem Osten kommen, mit jenen aus dem Süden und Norden möglich. Die Einbindung der Westachse folgt mit der Fertigstellung des Hauptbahnhofs im Jahr 2015. Wer den Wiener Hauptbahnhof “ausprobieren” will, der kann das ebenfalls ab 9. Dezember tun – zum Beispiel mit einer Fahrt nach St. Pölten über den ebenfalls neuen Bahnhof Tullnerfeld.

Für zwei Stationen gibt es ebenfalls Neuerungen: Die S-Bahn-Station “Wien Südtiroler Platz” heißt künftig “Wien Hauptbahnhof”, die Station “Wien Südbahnhof/ S-Bahn” “Wien Quartier Belvedere”. Die Züge des Fernverkehrs halten weiterhin in Meidling (Philadelphiabrücke). Auch die Fernverkehrszüge der Westachse fahren den neuen Wiener Hauptbahnhof noch nicht an.

Weitere Änderungen ab 9. Dezember

Der Fahrplanwechsel bringt auch eine Ausweitung des Angebots Wien-Bregenz-Zürich. Die Strecken Wien-Zürich (bisher drei Verbindungen täglich) sowie Zürich-Wien (vier Verbindungen pro Tag) werden um je eine Zugsverbindung erweitert. Weitere Änderungen ab 9. Dezember: Der Morgen- und Abendzug Wien-Prag- Wien wird jeweils um eine Stunde später geführt. Die kroatische Eisenbahn streicht die Verbindungen Wien-Sopron-Zagreb-Wien sowie Villach-Zagreb-Villach. Der Schnellzug von Garsten über Linz und Simbach nach München wird zwischen Garsten und Linz durch einen Nahverkehrszug ersetzt.

Vorsicht beim Ticket-Kauf: Alle Verbindungen, die als Start- oder Endbahnhof die mit Fahrplanwechsel am 9. Dezember in (Teil-)Betrieb gehenden Bahnhöfe Wien Hauptbahnhof oder Tullnerfeld enthalten, können im Vorverkauf vorübergehend nur über das neue Online-Ticketsystem bzw. die neue mobile App gebucht werden. (APA)

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