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Neuer FPÖ-Chef: Kurz oder Doskozil?

©Montage Gebrüder Moped
Gastbeitrag der Gebrüder Moped: Nun ficht die FPÖ also die Bundespräsidentenwahl an. Fechten steht bei den Vorsitzenden des politischen Arms des deutsch-österreichischen Zentralkomitees des Rings schlagender Burschenschafter Gaulands ja durchaus hoch im Kurs. Schmissiges Säbelrasseln ist knapp nach Zündeln eine der Lieblingsbeschäftigungen der großen Buben. Wir haben ja keine anderen Sorgen.

Marineminister Kurz

Oder doch? Sebastian Kurz hat derweil ohne jemanden aus dem Kreis der Bundesregierung oder EU-Kollegen zu konsultieren oder einen anderen Erwachsenen zu fragen, einen Plan zur Lösung der Flüchtlingssituation Europas gebastelt. Ganz wirklich selber. Sämtliche Bootsflüchtlinge sollten demnach in Internierungslagern auf Lesbos oder Kos festgehalten werden. Nun widersprechen solche Überlegungen zwar gleich mehreren internationalen Verträgen, die auch für Österreich rechtsbindend sind, aber als alter Haudegen der berüchtigten Anarcho-Truppe JVP handelt unser Marineminister da nur konsequent. Auch die von Admiral Kurz’ Plänen betroffenen Bewohner der genannten griechischen Inseln dürften viel und herzlich über ihren neu ernannten Reichsverweser gelacht haben.

Man stelle sich vor, ein griechischer Politiker schlüge vor, sämtliche neuankommende Flüchtlinge in Europa seien künftig in Wien Simmering zu internieren, weil die Infrastruktur dort so gut passte: Flughafen in der Nähe. Falls die Verfahren länger dauern, der Zentralfriedhof gleich vor Ort. Auch die Entsorgungsbetriebe Simmering. Und die Flüchtlinge selbst hätten bei den Portationen ohnehin nichts mitzureden.

Massa Doskozil

Die gehörige Reaktion der SPÖ auf diese, eines Europas des 21. Jahrhunderts unwürdigen Fantasien des ÖVP-Ministers ließen natürlich nicht lange auf sich warten. Und zwar von höchster Stelle: Der Minister für Koloniale Angelegenheiten höchstpersönlich, Hans Peter Doskozil, plädierte postwendend für Anhaltezentren gleich in Afrika. Massa Doskozil tut das selbstverständlich aus rein humanitären Erwägungen, damit die Flüchtlinge sich ihre Füße bei der Überfahrt nach Europa nicht erst nass machen müssten. Sind ja Bloßfüßige, die Armen.

Das ist hochgradig zynisch? Ja eh, aber so geht halt die hohe Kunst der Politik – im Europa des 19. Jahrhunderts: Wer den längeren Säbel hat, wird der Chef. Strache kann da einpacken.

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