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Neuer Ärger für Skyguide

Wie 20min.ch berichtet, hat der Schweizer Fluglotse beim Flugzeugzusammenstoss am Bodensee offensichtlich in den letzten Sekunden die beiden Unglücksmaschinen verwechselt. Bilder

Das geht aus Stenogrammen des Funkverkehrs hervor, die am Dienstag in den russischen Zeitungen «Iswestija» und «Komsomolskaja Prawda» veröffentlicht wurden.


Rechts mit links verwechselt

“Es gibt ein anderes Flugzeug, für sie auf zwei Uhr, jetzt auf 360 (36 000 Fuss)”, funkte der Skyguide-Lotse rund 20 Sekunden vor dem Zusammenstoss an die russische Tupolew-154 der Bashkirian Airlines. “Zwei Uhr” bedeutet, dass die andere Maschine in einem Winkel von 60 Grad halb rechts voraus hätte zu sehen sein müssen.

Nach Erklärungen der Zeitungen machte dieser Funkspruch aber nur für die von links kommende Fracht-Boeing 757 des Kurierdienstes DHL Sinn. Etwa zehn Sekunden lang suchte die Tupolew-Besatzung den Boeing-Jet auf der falschen Seite. “Verdammt, wo ist er”, fluchte einer der Russen der Aufzeichnung zufolge.

Erst 3,8 Sekunden vor dem Aufprall sah der Boeing-Pilot die Tupolew. Die Tupolew-Besatzung hatte nur 1,8 Sekunden Zeit. In beiden Fällen verzeichnet das Stenogramm: “Flüche”.

Bei Skyguide wollte man dazu keine Stellung nehmen. «Für uns sind einzig jene Informationen, welche die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuch (BFU) in Braunschweig veröffentlicht, massgebend, sagte ein Sprecher auf Anfrage.


BFU bestätigt

Im Rahmen einer Darstellung über die Ereignisse der letzten 50 Sekunden vor dem Zusammenprall hat die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) diesen Sachverhalt bereits am 19. Juli indirekt bestätigt.

“Unmittelbar darauf informiert der Radarlotse (die Besatzung der Tupolev), dass sich anderer Flugverkehr in der 2 Uhr Position in FL 360 befinden würde”, heisst es zur Situation 29 Sekunden vor der Kollision.

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