Neue Wiener Swarovski-Filiale "theatralisch"

Rendering: Bauprojekt Swarovski
Rendering: Bauprojekt Swarovski ©APA
Eine bespielbare Lichtfassade und transparente Kuben werden das Bild der neuen Swarovski-Filiale in der Wiener Innenstadt prägen. Am Montagabend sind erste Details zum neuen Standort des Tiroler Konzerns präsentiert worden.

Vorgesehen für das dreistöckige Areal an der Kärntner Straße 24, das im Dezember eröffnet wird, sind mit vielen transparenten Elementen versehene Verkaufs- und Präsentationsräume, die nach außen hin mittels flexibel bespielbarer Lichtfassade Aufmerksamkeit erregen soll.

Für den neuen Auftritt in der Bundeshauptstadt investiert das für seine Kristallkreationen bekannte Unternehmen rund 15 Mio. Euro. Rund 50 Mitarbeiter sollen sich ab dem Eröffnungstag um die Kundschaft kümmern, wobei mit bis zu 800.000 Besuchern pro Jahr gerechnet wird. Untergebracht sind die künftigen “Wunderkammern” im jenem Gebäudekomplex, indem sich auch das Hotel Ambassador befindet.

Braun sprach von einem “furchtbar schweren Gebäude”, das man mit Licht “unterbuttern” werde. Konkret soll das gründerzeitliche Erscheinungsbild des Gebäudes erhalten bleiben. Innen werden alle Decken und Wände aus den drei betroffenen Etagen entfernt. Erhalten bleiben nur das Hauptstiegenhaus und die Fassadenpfeiler. In diese verbleibende Hülle werde dann die restliche Raumstruktur nach einem “Haus-im-Haus-Prinzip” implantiert, erklärte Daniel Süß, der mit Hanno Schlögl für das architektonische Konzept verantwortlich zeichnet.

Die Freiflächen zwischen den Pfeilern sollen mit Glaswänden geschlossen und so als “theatralische Kuben” genutzt worden, hieß es. Dabei will das Unternehmen weniger auf seine Produkte verweisen als künstlerischen Projekten Raum bieten. Für die Erstbespielung versprach Braun einen international renommierten Künstler, ohne weitere Details zu nennen. Zusätzlich soll eine im eigenen Konzern entwickelte Lichtfassade aus LED-bestückten Kristall-Lichtmodulen für unterschiedliche Stimmungen – von “glimmender Lava” bis zu “glitzerndem Eis” – sorgen.

Was die Innengestaltung betrifft, setze man auf eher dunkle Räume, um die Kristalle besser zur Geltung bringen zu können, so Süß. Wände und Möbel werden demnach in dunkelgrauem Ton gehalten, die Decke soll schwarz und mit Spiegelelementen versehen werden. Eine weiße Verkleidung werden wiederum die Rolltreppen erhalten, damit das herabfallende Licht reflektiert wird. Die künstlerische Leitung des Baus liegt bei Andre Heller, der bereits an der Entwicklung der “Kristallwelten” beteiligt war.

Swarovski verfügt in der Wiener Innenstadt bereits über zwei Shops. Diese werden wohl langfristig nicht erhalten bleiben: “Wir werden sicher nicht drei Filialen haben”, kündigte Braun etwaige Schließungen nach der Eröffnung der neuen “Plattform”, mit der eine “Theatralisierung des Kauferlebnisses” angestrebt werde, an. Genaueres werde in den nächsten Monaten entschieden.

Das 1895 gegründete Familienunternehmen ist gegenwärtig in mehr als 120 Ländern tätig. Mit rund 26.000 Beschäftigten konnte der Kristallkonzern im Vorjahr laut eigenen Angaben einen Umsatz von 2,52 Mrd. Euro erwirtschaften.

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