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Neue Gewalt gegen US-Militär im Irak

Der Widerstand gegen die amerikanische Militärpräsenz im Irak lässt nicht nach. In der Stadt Falluja haben Unbekannte erneut das Hauptquartier der US-Armee mit beschossen.

Das berichtete der arabische Nachrichtensender Al Jazeera. Einen weiteren Angriff habe es in der Nacht auf eine Polizeiwache in Bagdad gegeben. Dabei sei ein amerikanischer Polizist verletzt worden. Die US-Armee habe später Filmaufnahmen des Senders von dem Angriff in dem vorwiegend von Sunniten bewohnten Stadtteil Azhamiya beschlagnahmt. In Azhamiya, wo der entmachtete Präsident Saddam Hussein zuletzt gesehen worden war, leben zahlreiche Anhänger des alten Regimes.

Auch bei dem Angriff in Falluja sollen laut Al Jazeera mehrere amerikanische Soldaten verletzt worden sein. Die US-Soldaten hätten das Feuer erwidert. Dabei seien benachbarte Wohnhäuser getroffen worden und in Brand geraten. Der Sender zeigte Bilder von den Löscharbeiten in Falluja. In der Stadt westlich von Bagdad hat es seit der Niederwerfung des Baath-Regimes bereits mehrfach bewaffneten Widerstand gegen die US-Besatzungsmacht gegeben.

Nach einem Anschlag auf ein Elektrizitätskraftwerk ist die Stromversorgung in Falluja weitgehend zusammengebrochen. Irakische Angreifer jagten in der Nacht einen der beiden Transformatoren mit einer Granate in die Luft, wie der Leiter des Kraftwerks, Soadad Khalil, mitteilte. Die Täter entkamen offenbar im Schutz der Dunkelheit. Möglicherweise habe der Angriff den US-Soldaten gegolten, die die Anlage bewachten, es sei jedoch niemand verletzt worden. Der getroffene Transformator brannte am Freitagvormittag noch immer. Das Kraftwerk hatte bisher fast die Hälfte der 75.000-Einwohner-Stadt mit Strom versorgt.

Neben Angriffen auf US-Soldaten – allein in dieser Woche wurden drei getötet – setzen die irakischen Widerstandskämpfer offenbar zunehmend auf die Sabotage von Strom- und Wasserversorgungsnetzen. Auch in Bagdad hat sich die Stromversorgung in den vergangenen zwei Wochen weiter verschlechtert, wie das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) berichtete. Statt damals 1300 Megawatt würden nur noch 800 Megawatt pro Tag an die Haushalte der Fünf-Millionen-Stadt geliefert. Dies sei einerseits auf die Kappung von Stromleitungen zurückzuführen, andererseits auf die große Hitze. Bei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius breche das System häufig zusammen, erklärte das UNDP.

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