Neuauflage des Duells Ballack gegen Cristiano Ronaldo

Die Wege der Fußball-Superstars Cristiano Ronaldo und Michael Ballack kreuzen einander am Donnerstag im Viertelfinale der EURO 2008 in Basel einmal mehr.

Diesmal heißt das Duell allerdings nicht Manchester United gegen Chelsea, sondern Portugal gegen Deutschland. Bisher hatte in der Saison 2007/08 stets der Portugiese im Trikot von ManU das bessere Ende für sich, für Chelsea und Ballack blieben sowohl in der englischen Premier League als auch in der Champions League nur Platz zwei hinter Ronaldo und Co.

Im Vorfeld des neuerlichen Treffens der beiden Schlüsselspieler, die zu den teuersten und bestverdienenden Kickern der Welt zählen, wurde vor allem gegenseitiger Respekt demonstriert. “Ballack ist ein sehr guter Spieler mit vielen Fähigkeiten. Die nächste Hürde ist immer die schwerste. Wenn wir Deutschland schlagen, haben wir gute Chancen, ins Finale zu kommen”, sagte Ronaldo über die Deutschen und ihren Gold-Torschützen beim 1:0-Sieg im entscheidenden Gruppe-A-Match gegen Österreich.

“Portugal hat hervorragende Fußballer, nicht zuletzt Ronaldo, der eine hervorragende Saison in England hinter sich hat. Das verspricht ein gutes Spiel zu werden”, lobte im Gegenzug Ballack seinen Kontrahenten, der für Manchester in der Liga und in der Champions League nicht weniger als 42 Mal getroffen hat. Der deutsche Teamchef Joachim Löw machte kein Geheimnis daraus, dass Ronaldo ein großes Thema in der Spielvorbereitung der DFB-Elf ist.

Wichtige Tipps bekommt Löw dabei vom langjährigen Arsenal-Tormann Jens Lehmann. “Cristiano Ronaldo ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Sein Spiel ist schön anzuschauen, aber es ist nicht schön gegen ihn zu spielen”, beschrieb Lehmann die zweifelhafte Ehre, dem 23-jährigen Supertechniker auf dem Spielfeld zu begegnen. Lehmann wisse allerdings aus seiner Arsenal-Zeit, wie man effektiv gegen Ronaldo spielen müsse. “Aha, das freut mich”, entgegnete Ronaldo mit einem süffisanten Lächeln. “Vielleicht kennt er mich so gut, weil ich schon so viele Tore geschossen habe.”

Im direkten Duell mit Ballack zu tun bekommen wird es aufseiten Portugals im Mittelfeldzentrum vor allem Petit. “Es ist eine große Aufgabe, gegen Ballack zu spielen. Er ist ein sehr starker Spieler. Es ist sehr schwer, ihn zu decken, weil er an verschiedenen Positionen auftaucht. Seine Schüsse sind immer eine Gefahr, ihn auszuschalten, wird sehr schwer”, weiß der Benfica-Lissabon-Mittelfeldspieler.

Für Ballack ist das Match im St. Jakob-Park nicht nur ein neuerliches Duell mit Ronaldo, sondern auch ein Treffen mit seinem künftigen Coach Luiz Felipe Scolari, der nach der EURO das portugiesische Team Richtung Chelsea verlässt. “Das wird ein schönes Wiedersehen, wir haben ja schon bei der WM um Platz drei gegeneinander gespielt”, erinnerte Ballack an den 3:1-Sieg des deutschen Teams 2006.

Bezüglich Leistungspotenzial hat sich Ballack bei der EURO trotz seines Treffers gegen Österreich noch Spielraum nach oben gelassen. Der 31-Jährige agierte bisher mannschaftsdienlich, rackerte und kämpfte, konnte aber noch nicht in seine Regisseur-Rolle schlüpfen sowie spielerische Glanzlichter setzen. Teamchef Löw ist dennoch zufrieden mit seinem Kapitän. “Er ist läuferisch und körperlich in einem sehr guten Zustand, macht viele Kilometer. Jüngere Spieler können sich an ihm aufrichten, er ist ausgesprochen wichtig für die Mannschaft.”

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