Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Nettigs Entschluss kam für alle überraschend

Die Wiener ÖVP war nicht vorab über Nettigs Rückzug informiert - laut der Grünen Wirtschaft wurde es schon längst Zeit für Generationenwechsel - man verabschiede sich "mit einem lachenden und einem weinenden Auge".

Die Wiener ÖVP sei vorab nicht über den Entschluss Walter Nettigs informiert gewesen, sich im kommenden Jahr nicht mehr für die Funktion des Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten zu bewerben, betonte deren Klubobmann, Matthias Tschirf, heute, Mittwoch, am Rande einer Pressekonferenz. Der SP-nahe Wirtschaftsverband lobte in einer Aussendung Nettigs „Handschlagqualität“, während die Grüne Wirtschaft den Generationenwechsel für längst überfällig hielt.

Tschirf – er ist auch Chef des Wiener ÖAAB – betonte: „Der Entschluss kam für uns alle überraschend.“ Es sei das legitime Rechte eines altgedienten Funktionärs, in einem bestimmten Lebensabschnitt zu sagen, er trete nicht mehr an. Tschirf war überzeugt, dass sich ein würdiger Nachfolger finden werde, weshalb er sich in die etwaige Kandidatensuche im Wirtschaftsbund nicht einmischen wolle.

“Mit einem lachenden und einem weinenden Auge”

Anerkennend äußerte sich auch Fritz Strobl, Präsident des Wirtschaftsverbandes. Nettigs Entscheidung sei ein Zeichen dafür, „wie umsichtig der Präsident mit seiner Verantwortung gegenüber der Wirtschaftskammer Wien und ihren Mitgliedern umgeht“. Die Amtszeit des WKW-Präsidenten sei durch eine „Zusammenarbeit jenseits aller ideologischen Grenzen“ geprägt gewesen. Außerdem lobte Strobl an Nettig neben dessen Verdiensten um die Wirtschaft die „absolute Handschlagqualität“.

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, nahm die Grüne Wirtschaft Abschied von Walter Nettig. Zwar verliere man einen wunderbaren Wahlkampfgegner, jedoch „ist es schon längst Zeit für einen Generationswechsel“, meinte deren Sprecher Volker Plass (G). Für den „barocken Kammerfürsten Nettig“ seien Demokratie und Transparenz immer Fremdworte gewesen. „Wenn er auch oft das Falsche getan hat, hat er sich doch immer mit aller Kraft für den Wiener Wirtschaftsstandort eingesetzt“, so Plass zum Abschied versöhnlich.

Fragwürdiges Verhalten von Finz

Befremdet reagierten Grüne Wirtschaft wie Wirtschaftsverband auf das Verhalten des ÖVP-Landesobmannes Alfred Finz, der rund um die Ankündigung Walter Nettigs von sofortigem Rücktritt gesprochen hatte. Entweder funktioniere die Kommunikation nicht, „oder Alfred Finz nimmt die Rückzugsankündigung seines langjährigen Parteifreundes für 2005 nur allzu freudig auf, um ihn schnell und brutal los zu werden“, mutmaßte Strobl. Plass hingegen schlug Finz vor, „einen Gewerbeschein für professionelles Fettnäpfchentreten zu lösen“.

  • Nettig tritt nicht mehr an
  • Redaktion:
    Magdalena Zotti
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Nettigs Entschluss kam für alle überraschend
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen