Nelly Furtado als "unzerstörbarer Geist" live im Wiener Gasometer

Nelly Furtado gastierte live im Wiener Gasometer.
Nelly Furtado gastierte live im Wiener Gasometer. ©Vienna.at/Alexander Blach
Die kanadische Popsängerin mit portugiesischen Wurzeln gab am Freitagabend auf ihrer "Spirit Indestructible Tour” nach langer Zeit wieder ein Wien-Konzert. Resümee: Ganz Nelly Furtado, aber doch neu.
Neues Album von Nelly Furtado
Bilder vom Konzert

Am Freitagabend zeigte die 34-Jährigen, dass sie ihre Fans nach all den Jahren noch zu begeistern weiß.

Nach einer doch etwas schwachen ersten Hälfte, ohne jegliche Bühnenshow, verwandelte sich das Wiener Gasometer glücklicherweise doch noch in eine euphorische Pop-Party.

Nelly Furtado: Fotos bitte nur von Weitem

Als Support fungierte Celia Palli, die bereits seit einigen Jahren als Background-Vokalistin von Nelly Furtado die Poplandschaft bereist. Bei der aktuellen “European Spirit Indestructible Tour” durfte sie erstmals als eröffnender Support fungieren. Leider nur ein kurzes Vergnügen, denn die Sängerin mit den klaren Katalan-Spanischen Vocals durfte lediglich drei Songs performen, bevor sie für die Hauptperson des Abends die Bühne räumen musste.

Nelly Furtado selbst zeigte sich im Vorfeld von ihrer schüchternen Seite – Pressefotografen durften von dem Wien-Konzert lediglich von weiter hinten Fotos machen. Schöne Nahaufnahmen der Sängerin? Nein, an dem Abend bitte nicht.

Folk, Hip-Hop und Pop im Gasometer

Am Anfang musste Nelly Furtado auf der Bühne aber doch noch erst in Schwung kommen. Eröffnet wurde das Konzert mit “Spirit Indestructible”, Singleauskopplung ihres gleichnamigen fünften Albums.

Zwar wippten die Fans brav mit, richtig Live-Laune wollte anfangs nicht aufkommen. Die Mischung aus verschiedenen Musikstilen, die Nelly Furtado eigentlich auszeichnet, konnte noch nicht ganz durchdringen.

Nelly mit alten und neuen Hits

Erst beim bekannteren Clubbing-Evergreen “You and me” wurde steigende Stimmung spürbar.

Die quirlige Sängerin mit der markanten Stimme zeigte sich auch humorvoll, scherzte mit dem Publikum und ließ sich ein wenig “Deutsch-Nachhilfe” geben, was das Fehlen einer bombastischen sexy Bühnenshow fast wettmachte. Eine sechsköpfige Band teilte sich mit ihr die Bühne, während Nelly versuchte, ihren Zauber wirken zu lassen.

Es folgte ein zaghaftes “All Good Things” das aber kurze Zeit später von kraftvollen Hits wie “Maneater” oder gängigen neuen Songs wie “Bucket List” und “Parking Lot” abgelöst wurde. Die gab Nelly Furtado so voller Herz zum Besten, dass die Wiener Fans schließlich doch noch mitgerissen wurden.

Resümee: Nelly Furtado ist noch immer ganz und gar Nelly, aber doch mit neuen Ecken und Kanten. Ihr aktuelles Album kämpft derzeit zwar mit den Verkaufszahlen – Live kommen ihre eingefleischten Fans aber noch immer auf ihre Kosten.

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