Nehammer: Nur ein Teil der Zelte landete in Lesbos

Laut Nehammer würden die restlichen Zelte von Griechenland nach Bedarf verwendet.
Laut Nehammer würden die restlichen Zelte von Griechenland nach Bedarf verwendet. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Ein erster Teil der österreichischen Zelte ist in Lesbos gelandet. Der Warenwert betragt rund 400.000 Euro.

Von den österreichischen Hilfslieferungen nach dem verheerenden Brand in dem Flüchtlingscamp Moria ist ein erster Teil der Zelte auf die griechische Insel Lesbos verbracht und aufgestellt worden. Die restlichen Zelte würden nach Bedarf verwendet, teilte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) auf eine am Montag veröffentlichte parlamentarische Anfrage mit. Nehammer nannte keine weiteren Details.

"Gemäß Informationen der griechischen Behörden ist hinsichtlich der Zelte auch eine Reservehaltung eingeplant, zumal weitere Aktionen wie auf Lesbos auch an anderen Orten nicht ausgeschlossen werden und daher auch an anderen Orten kurzfristig Zelte gebraucht werden könnten, weshalb nicht alle Zelte sofort nach Lesbos transportiert wurden", erklärte er.

Hilfsgüter rund 400.000 Euro wert

Den Warenwert aller Hilfsgüter für Griechenland nach dem Brand in Moria einschließlich der zweiten Tranche bezifferte der Innenminister mit rund 400.000 Euro. Die von Österreich getragenen Kosten für den Flugtransport lägen bei 130.777 Euro. Zum größten Teil würden die Kosten aber von der Europäischen Kommission übernommen.

Nehammer hatte die Hilfslieferungen für Geflüchtete aus dem abgebrannten Camp Moria Mitte September persönlich in die griechische Hauptstadt Athen begleitet. "Wir haben immer gesagt, dass uns Hilfe vor Ort wichtig ist und wir Griechenland nicht in Stich lassen", hatte Nehammer bei der Ankunft gesagt. Bei der Lieferung handelte es sich um 55 Tonnen Hilfsgüter, darunter 400 Familienzelte, 2.000 Hygienepakete, 200 Zeltheizungen, 400 Zeltbeleuchtungen, 7.400 Decken sowie 2.700 aufblasbare Matratzen, Polster und Bettwäsche. Nach dem verheerenden Brand in Moria waren rund 13.000 Menschen temporär obdachlos geworden. Anders als andere EU-Staaten nahm Österreich keine Flüchtlinge aus Moria auf.

(APA/Red)

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