Änderung bei Studiengebühren?

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Im Studienjahr 2006/07 könnte es zu Änderungen bei den Studiengebühren kommen - abhängig vom Ausgang der Nationalratswahl und den darauf folgenden Regierungsverhandlungen.

2001 von der damaligen ÖVP-FPÖ-Koalition eingeführt, versprechen SPÖ, Grüne und KPÖ eine Abschaffung der Studentenbeiträge, die derzeit an die Unis fließen. Das BZÖ will wiederum nur jene Studenten, die weniger als eine bestimmte Mindeststundenanzahl absolvieren, zahlen lassen.

Insgesamt nehmen die Universitäten jährlich rund 140. Mio. Euro durch die Studiengebühren ein. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa den Einnahmen des Bundes aus Schenkungs- und Erbschaftssteuer. Die meisten Mittel fließen an die Uni Wien (40,5 Mio. Euro), gefolgt von Uni Innsbruck (13,7 Mio.), Uni Graz (12,8 Mio.), Wirtschaftsuniversität (12,5 Mio.) und Technische Universität Wien (9,7 Mio.). Weniger als eine Mio. Euro lukrieren die Universität für angewandte Kunst, die Musik-Uni Graz (je 800.000 Euro) sowie die Akademie der bildenden Künste und die Kunst-Uni Linz (je 600.000 Euro).

Auf Grund der Studienförderung zahlt jeder fünfte Student an den Unis de facto keine Gebühren: Wer Studienbeihilfe bezieht, erhält nämlich die Gebühren rückerstattet. Die Ausgaben für Studienförderung des Bundes sind mit 183 Mio. Euro sogar höher als jene 140 Mio. Euro, die die Unis durch Studiengebühren einnehmen.

Als Resultat der Einführung der Gebühren sank die Zahl der Studenten an den Universitäten um 20 Prozent von 244.000 im Wintersemester 2000/01 auf 195.000 im Wintersemester 2001/02. Mittlerweile studieren wieder 218.000 Personen an den österreichischen Unis.

Derzeit betragen die Studiengebühren für Österreicher, Angehörige von EU- und EWR-Mitgliedstaaten sowie Schweizer 363,36 Euro pro Semester, alle anderen müssen den doppelten Betrag bezahlen. Erlassen wird der Beitrag Studenten aus den am wenigsten entwickelten Ländern, Flüchtlingen und Studenten, die ein Mobilitätsprogramm im Ausland absolvieren, rückerstattet kann er auch Studenten aus bestimmten, in einer Länderliste festgehaltenen Staaten werden. Seit ihrer Einführung wurden die Gebühren nicht erhöht.

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