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Navratilova setzt sich für Schafe ein

Tennislegende Martina Navratilova hat sich in einem Brief an den australischen Premierminister John Howard für das Wohl der Schafe auf dem fünften Kontinent eingesetzt.

Die ehemalige Weltranglistenerste prangerte in ihrem Schreiben eine „Mulesing“ genannte Praxis von Züchtern an, bei denen aus medizinischen Gründen ohne Betäubung ganze Fleischfetzen aus der Hinterpartie lebender Tiere herausgeschnitten werden. „Ich möchte eine brutale und fürchterliche Praxis in ihrem Land ansprechen“, schrieb die 48-jährige US-Sportlerin. „Das ist ein Akt vorsätzlicher Gewalt, der aus nichts anderem besteht, als den Tieren Schmerz zuzufügen.“

Die mehrmalige Wimbledonsiegerin unterstützte mit ihrem Brief eine Kampagne der US-Tierschutzorganisation PETA. Mehrere australische Wollproduzenten haben die Schneide-Technik aus Furcht um einen Imageschaden bereits boykottiert, da die USA für sie ein wichtiger Markt sind. Die Züchter betonen dagegen, das „Mulesing“ rette die Schafe vor Parasiten, die sich vor allem in den Falten zwischen Hinterbeinen und Körper einnisten und ausbreiten. Ohne die Prozedur würden Millionen Tieren sterben.

Laut PETA wollen die Züchter durch das „Mulesing“ erreichen, dass sich an den betroffenen Stellen eine glatte, vernarbte Fläche bildet, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Ironischerweise aber würden gerade diese großflächigen blutigen Wunden häufig von Fliegen befallen, noch bevor sie abheilen könnten, berichtet die Tierschutzorganisation.

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