Nationalratssitzung: Wo bleiben die guten Manieren?

Bei der NR-Sitzung am Donnerstag ging es gewohnt laut zu. FPÖ-Chef Heinz Christian Strache sorgte mit einer recht emotionalen Geste jedoch für zusätzliches Schmunzeln.
HC Strache: Rap gegen Häupl

Man ist es ja mittlerweile gewohnt, dass es bei Sitzungen des Österreichischen Nationalrates oft zu Schrei-Tiraden und Zank-Duellen kommt. Die besten Manieren kommen dabei nicht unbedingt zum Vorschein.

Heinz Christian Strache, Obmann der FPÖ, hat bei Sitzung am Donnerstag etwa mit dem sogenannten “Scheibenwischer”, einer Geste der Verwirrung in Richtung Grüne, nicht unbedingt mit besten Manieren geglänzt, wie der ORF und die Tageszeitung Heute nachträglich berichtete. Das sah wie folgt aus: Er wedelte mit beiden Händen vor seinem Gesicht auf und ab, ganz in Scheibenwischer-Manier, um damit seinem Unmut kundzutun.

Nationalrat: Politiker glänzten nicht unbedingt mit subtilen Aussagen

Es kam zu einer regelrechten Orgie an gegenseitigen Beschuldigungen am Donnerstagnachmittag bei der Debatte zum “Dringlichen Antrag” der Grünen in Sachen Korruption. Eine weitere kleine Auswahl: Der Grüne Peter Pilz schilderte seine Partei als “einzige nicht korrupte” und nannte die Freiheitlichen “Partei der Abgängigen und Flüchtigen”, FP-Mandatar Harald Stefan erinnerte wiederum die SPÖ an BAWAG-Skandal und frühere Fälle wie Lucona, und BZÖ-Chef Josef Bucher hinterfragte, ob der designierte Delegationsleiter der ÖVP in Brüssel, Othmar Karas, angesichts einer Briefkastenfirma in der eigenen Wohnung wirklich so ein Saubermann sei.

(Red./apa)

 

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