Natascha Kampusch besucht Kinderheim in Ski Lanka

Natascha Kampusch besuchte gemeinsam mit Jugend Eine Welt das Zentrum „Bosco Sevana“ in Sri Lanka.
Natascha Kampusch besuchte gemeinsam mit Jugend Eine Welt das Zentrum „Bosco Sevana“ in Sri Lanka. ©Matthias Silveri
Natascha Kampusch besuchte mit "Jugend Eine Welt" ein Don Bosco Projekt für Kinder und Jugendliche aus schwierigsten sozialen Verhältnissen in Sri Lanka. Das Entführungsopfer finanziert das Kinderheim.
Bilder von Natascha Kampusch
Kampusch fordert eine Million Euro

Viele Menschen kennen von der Trauminsel Sri Lanka nur Strände, Palmen und Urlauberressorts. „Die Touristenzentren sind nur eine Seite der Medaille in Sri Lanka“, so Reinhard Heiserer Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, und erklärt weiter: „Das Land hat einen über zwanzigjährigen Bürgerkrieg erlebt, der viele Kinder und Familien entwurzelt hat. 2004 wurde die Insel auch schwer vom Tsunami getroffen.“ Jugend Eine Welt unterstützt in Sri Lanka zahlreiche Bildungsprojekte für junge Menschen, die Kindersoldaten waren, missbraucht wurden oder durch den Tsunami zu Waisen wurden. Ein Bild von der aktuellen Situation und der nötigen Arbeit vor Ort machte sich nun Entführungsopfer Natascha Kampusch.

Natascha Kampusch finanziert Kinderspital 

Natascha Kampusch hat das Kinderspital finanziert. In einem Interview mit der “Kronen Zeitung” (Sonntagausgabe) sagte das ehemalige Entführungsopfer, das Krankenhaus habe 25 Betten, darüber hinaus können in einem Einzugsgebiet von 1,5 Millionen Menschen 50.000 Kinder ambulant versorgt werden. Das Projekt habe rund 50.000 Euro gekostet. 

Natascha Kampusch in Sri Lanka

Ein Bild von der Arbeit der Salesianer Don Boscos, den Projektpartnern von Jugend Eine Welt, konnte sich Natascha Kampusch u.a. bei ihrem Besuch des Don Bosco Projekts „Bosco Sevana“ am 11. Oktober 2011 machen. Die Kinder im Zentrum „Bosco Sevana“ sind Waisen, die ihre Eltern während des Tsunamis verloren haben, Straßenkinder oder Kinder, die Opfer des Sextourismus geworden sind. Im Zentrum bekommen sie eine neue Chance ihr Leben wieder selbst zu gestalten. „Viele der Kinder sind Schulabbrecher und können weder lesen noch schreiben“, berichtet Pater Shiran SDB und erklärt weiter: „Zusätzliche Lehrer und Lehrerinnen kümmern sich um diese Kinder. So können sie Versäumtes aufholen. Wenn sie dann lesen und schreiben können, gehen sie in eine normale öffentliche Schule.“ Spezielle Programme gibt es für die Opfer des Sextourismus. In Sri Lanka betrifft dies vor allem Burschen. Sie werden psychologisch betreut und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt, damit sie sich gegen die Übergriffe der Täter zur Wehr setzen können. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Aufklärung der breiten Öffentlichkeit über die Folgen der sexuellen Ausbeutung von Kindern. „Wir möchten den Menschen nicht nur die Gefahren von Geschlechtskrankheiten, wie HIV/AIDS, klarmachen, sondern vor allem darüber aufklären, welche seelischen Narben, die Kinder davontragen“, so Pater Shiran SDB. Der Tourismus bietet aber auch große Chancen. Die Salesianer Don Boscos betreiben eine hoch angesehene Hotelfachschule. „Die Absolventen dieser Schule haben gute Chancen eine Arbeit zu finden“, so Pater Shiran SDB: „Tourismus muss also kein Unglück sein, sondern kann auch eine Chance für eine bessere Zukunft bieten.”

TV-Tipp
ORF 2 – THEMA
17. Oktober 2011 um 21:10 Uhr
Bericht über die Reise von Natascha Kampusch nach Sri Lanka

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