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Nannerl - Trailer und Kritik zum Film

Wolfgang Amadeus Mozarts Geschichte dürfte - gerade in Österreich - Allgemeingut sein. Wie sieht es aber mit der Biografie seiner älteren Schwester Maria Anna, kurz Nannerl, Mozart aus? Alle Spielzeiten auf einen Blick

Diese Frage stellt sich der französische Filmemacher Rene Feret und beantwortet sie mit dem zweistündigen historischen Kostümdrama “Nannerl, die Schwester von Mozart”. Er zeigt Nannerl als ebenfalls talentierte junge Musikerin und Komponistin, die jedoch dem Schatten ihres Bruders sowie den Geschlechterkonventionen der Zeit nicht entkommen kann. Der Film startet am Donnerstag in den österreichischen Kinos.

Historische Geschlechtergrenzen: “Nannerl, die Schwester von Mozart”

Familie Mozart ist auf der Reisen: Vater Leopold (Marc Barbe) und Mutter Anna Maria (Delphine Chuillot) tingeln mit ihren beiden begabten Kindern in der Kutsche zu den Fürsten- und Königshöfen Europas und präsentieren dem Adel und anderen potenziellen Geldgebern den bereits im Alter von zehn Jahren virtuosen Wolfgang und seine Schwester Nannerl (Marie Feret), die ihn am Clavichord begleitet. Aber Nannerl ist nicht nur schmückendes Beiwerk, sie ist selbst eine begabte junge Komponistin und begeisterte Geigenspielerin – doch beides verbietet der Vater sofort, denn es gehört sich für Frauen nicht. Als die Kutsche der Mozarts jedoch strandet und sie Zuflucht in einem nahen Kloster suchen, lernt Nannerl mit Louise (Lisa Feret) eine der Töchter des französischen Königs kennen. Sie wird ihre beste Freundin, was ihr Leben nicht wenig durcheinanderbringt.

Denn ihre Reise führt Familie Mozart auch bald nach Versailles, wo Nannerl in männlicher Verkleidung für ihre Freundin Briefe überbringt und dabei dem um seine junge Frau trauernden Dauphin begegnet und als musikalisches Talent auffällt. Schnell ist ihre wahre Identität entlarvt, aber der Thronfolger stört sich nicht weiter daran – zumindest bis die Beziehung der beiden zu ernst zu werden droht. Am Ende muss Nannerl jedoch ihre musikalischen Ambitionen begraben und ordnet sich zukünftig dem Wohle der Familie und dem Talent ihres kleinen Bruders unter.

Hier endet Ferets Film, der in Frankreich bereits 2010 zu sehen war und nicht nur seine zwei Töchter in den Rollen von Nannerl und der Königstochter zeigt, sondern auch von seiner Frau Fabienne produziert wurde. In deutscher Synchronisation kommt er jetzt in die österreichischen Kinos. Genau diese lieblose Synchronisation schadet dem Film allerdings beträchtlich – und hebt die ohnehin schon vorhandenen Längen deutlicher hervor. Zu sehr bemüht sich Feret um eine weibliche Neudeutung, bleibt dabei aber mit fröhlichen Familienszenen und überzeichnetem Musizieren – mit Neukompositionen statt Originalmusik – an der Oberfläche des Geschehens. “Nannerl” ist ein netter Historienfilm, dem man vor allem seine Originalschauplätze in Versailles und Liebe zum Detail bei Kostümen und Setting zugutehalten kann. Etwas weniger “was wäre wenn” und mehr Zeit für die Charaktere selbst und ihre Beweggründe hätte jedoch vermutlich gut getan.

(APA)

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