"Naked Chefs"

Symbolfoto |&copy Bilderbox
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Dass in der Küche gerne gekocht, getratscht und gegessen wird, ist bekannt. Dass aber der Raum auch gerne für romantische Tete-a-tetes genutzt wird, hat jetzt eine Studie ergeben.

Dass in den heimischen Küchen gerne gekocht, getratscht und gegessen wird, ist bekannt. Dass aber der beliebte Raum in Österreich auch gerne für romantische Tete-a-tetes genutzt wird, hat jetzt eine internationale Studie des schwedischen Möbelhauses Ikea gelüftet. Vor allem in Tirol und Vorarlberg ist die Küche ein beliebter Ort für innige Stelldicheins. Bei der Befragung kam auch anderes Erstaunliches zu Tage: 23 Prozent gaben zu, bereits mindestens einmal nackt oder in Unterwäsche gekocht zu haben.

Allerdings sind die Österreicher dabei in guter Gesellschaft: Auch in anderen deutschsprachigen Ländern kleiden sich die Menschen laut der Umfrage „Complete Kitchen Living” beim Kochen gern „leicht”: So haben auch 26 Prozent der Schweizer zumindest schon einmal nackt oder in Unterwäsche den Kochlöffel geschwungen. Dass diese Zahl auf den spanischen Inseln auf 29 Prozent schnellt, mag vielleicht am Klima liegen. Doch auch in kühleren Gefilden wird leicht bekleidet gekocht, wie die je 33 Prozent der Dänen und Finnen, aber auch die 28 Prozent der Norweger zeigen.

Die Gefühle in der Küche zum Kochen bringen ist in Russland, China und Taiwan hingegen verpönt. Gerade einmal ein Prozent der Russen und zwei Prozent der Chinesen geben sich der Leidenschaft in der Küche hin.

Kochen ist Frauensache

Für ein Viertel der Österreicher (26 Prozent) ist die Küche der wichtigste Raum in einem Haushalt. Aber auch in Zeiten der Emanzipation ist die Küche immer noch weiblich. Kochen ist auch im neuen Jahrtausend Frauensache – in Österreich sogar noch etwas mehr als im weltweiten Durchschnitt. Weltweit sorgen zu 77 Prozent die Frauen dafür (in Österreich zu 78,6 Prozent), dass ihre Lieben etwas Anständiges auf den Tisch bekommen. Wahre Küchenchefs sind dagegen die Schweden, Kanadier, Dänen und Chinesen. Hier kocht ein Viertel der männlichen Befragten am häufigsten das Essen.

Die Österreicher stehen an einem Arbeitstag zweieinhalb Stunden in der Küche. Neben den regionalen Schmankerln bereiten sie am liebsten Italienisches, Asiatisches, Französisches und Mexikanisches zu. Bei der Wahl der Zutaten entpuppten sich die Österreicher als wahre Fleischtiger – nur etwas mehr als elf Prozent bevorzugen Vegetarisches. Fertiggerichte sind nicht so populär, nur 5,5 Prozent bevorzugen diese Art des Kochens.

Doch auch die kulinarischen Unarten brachte die Ikea-Umfrage zu Tage: 35 Prozent der Österreicher trinken aus dem Packerl, noch mehr schlecken den Kochlöffel ab und rühren dann wieder um. In Sachen Hygiene sind wir aber beinahe vorbildlich: Immerhin haben nur 17 Prozent der heimischen Befragten ihren Kühlschrank in den vergangenen drei Monaten nicht geputzt.

Die Befragungen wurden vom Schweizer Marktforschungsunternehmen Isopublic im Auftrag von Ikea in 27 Ländern durchgeführt. In Österreich wurde die Feldforschung vom Gallup-Institut gemacht.

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