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Nahost: Feindseligkeiten fortgesetzt

Der gegenseitige Raketenbeschuss zwischen Israelis und Palästinensern geht weiter. Wie der israelische Rundfunk meldete, feuerte die Luftwaffe zwei Raketen auf Ziele im Norden des Gaza-Streifens.

Militante Palästinenser schossen mehrere „Kassam“-Raketen ab, die in Israel und dem Gaza-Streifen einschlugen. Die israelische Armee nahm im Westjordanland zwölf militante Palästinenser aus den Reihen des „Islamischen Jihad“ fest. Die Luftwaffe hatte in der Nacht erneut Ziele im Gaza-Streifen angegriffen.

Israels Außenminister Silvan Shalom kündigte am Freitag weitere Vergeltungsschläge für das Selbstmordattentat in der Stadt Hadera an, bei dem am Mittwoch fünf Israelis ums Leben gekommen waren. Zu dem Anschlag bekannte sich die Extremistenorganisation Islamischer Jihad. „Nach so einem schrecklichen Angriff kann die Botschaft nicht Schweigen oder Zurückhaltung sein“, sagte Shalom im israelischen Rundfunk. „Die Terrororganisationen müssen wissen, dass wir sie weiter überall und ständig jagen werden.“ Am Donnerstag hatte die israelische Armee bei einem Angriff auf Jihad-Kämpfer im Gaza-Streifen acht Palästinenser getötet.

Die zwölf militanten Palästinenser seien im Großraum der Städte Tulkarem und Jenin gefasst worden und hätten keinen Widerstand geleistet, sagte ein israelischer Armeesprecher. Vier weitere Palästinenser seien verhaftet worden, weil sie von Behörden gesucht worden seien. Der israelische Verteidigungsminister Shaul Mofaz sieht in der näheren Zukunft keine Chance mehr für Frieden im Nahen Osten. Er sei nicht sicher, „ob wir jemals eine Friedensvereinbarung mit der derzeitigen palästinensischen Führung erreichen können“, sagte Mofaz am Freitag in einem Interview mit der Zeitung „Yediot Ahronot“.

Die Regierung werde „auf die nächste Generation warten müssen“. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas sei eine „Ein-Mann-Show“ und kein ernst zu nehmender Verhandlungspartner, wurde Mofaz von dem Blatt zitiert. Wenige Stunden zuvor hatte der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon erklärt, er werde so lange ein Treffen mit Abbas verweigern, bis dieser entschieden gegen militante Palästinenser vorgehe. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat erklärte, die israelische Regierung habe kein Problem mit der jetzigen Generation oder einer bestimmten Person, sondern mit dem gesamten palästinensischen Volk.

Der palästinensische Regierungschef Ahmed Korei rief alle militanten Palästinensergruppen zur Einhaltung der Waffenruhe auf. Nach einer Kabinettssitzung in Ramallah sagte Korei am Donnerstagabend, alle militanten Gruppen sollten sich an die im März in Kairo getroffene Vereinbarung über eine Waffenruhe halten. Er warf Israel vor, die Palästinenser vorsätzlich zu provozieren. Bei einem Luftangriff auf ein Auto in Jabalia im Norden des Gaza-Streifens waren nach palästinensischen Angaben zwei Mitglieder des Islamischen Jihad und mehrere Passanten getötet worden. Ein Führer des Jihad sagte anschließend, damit sei „der Krieg eröffnet“. Ein Sprecher der radikalen Hamas kündigte an, seine Organisation werde angesichts der israelischen Militäraktionen „nicht länger mit gebundenen Händen dastehen“.

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