Nahezu jeder Zweite Verkehrstote in Wien als Fußgänger unterwegs

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Im Jahr 2007 sind bei Verkehrsunfällen bisher österreichweit bereits 97 Fußgänger ums Leben gekommen, das zeigt eine aktuelle VCÖ-Untersuchung.

Die meisten tödlichen Fußgängerunfälle gab es mit 17 Toten in Oberösterreich. In Wien war nahezu jeder zweite Verkehrstote als Fußgänger unterwegs. Die Hälfte der tödlich Verunglückten ist älter als 64 Jahre. Der Verkehrsclub fordert als Konsequenz daraus mehr Gehwege, niedrigeres Tempo im Ortsgebiet und höhere Sicherheitsstandards bei Autos.

“Unser Verkehrssystem ist nicht altersgerecht. Es fehlt die nötige Sicherheit für Menschen, die langsamer reagieren und schlechter sehen”, stellte VCÖ-Experte Blum fest. 1,38 Millionen Österreicher sind älter als 64 Jahre, im Jahr 2030 werden es bereits 2,1 Millionen Personen sein. Der VCÖ fordert rasche Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen: Mehr Gehwege, vor allem entlang von Freilandstraßen und niedrigeres Tempo im Ortsgebiet. Auch bei den Autos gibt es noch Verbesserungspotenzial. Den Herstellern sei es gelungen, die Sicherheit der Insassen stark zu erhöhen. Schlecht schneiden die Autos bei den EuroNCAP-Crashtests nach wie vor beim Fußgängerschutz ab. Der VCÖ fordert rechtliche Vorgaben, dass Fahrzeuge nur mit mindestens zwei Sternen beim Fußgängerschutz zugelassen werden.

Anzahl der bisher getöteten Fußgänger nach Bundesländern:

Oberösterreich: 17
Wien: 16
Steiermark: 15
Niederösterreich: 14
Salzburg: 11
Kärnten: 9
Vorarlberg: 6
Tirol: 5
Burgenland: 4
Österreich: 97
Quelle: BMI, VCÖ 2007

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