Nagelprobe für neue Torrichter in Europa League

Zwei Torrichter unterstützen die Schiedrichter
Zwei Torrichter unterstützen die Schiedrichter ©APA (Archiv/epa)
Mit dem Beginn der Europa-League am Donnerstag fällt gleichzeitig der Startschuss für ein revolutionäres Projekt im internationalen Fußball. In sämtlichen Partien der Gruppenphase kommen zwei Torrichter zum Einsatz, die dem Referee nicht nur bei der Frage Tor oder nicht Tor, sondern bei sämtlichen strittigen Szenen im Strafraum und Umgebung assistieren sollen.

“Der Schiedsrichter wird über alle Vorgänge aller Art informiert, die er eventuell nicht gesehen hat”, heißt es in der von der UEFA veröffentlichten Aufgabenbeschreibung der sogenannten “Additional Assistant Referees” (AAR). Die Torrichter werden auf der gegenüberliegenden Seite des Schiedsrichter-Assistenten an der Schnittstelle zwischen Fünfer- und Toroutlinie platziert sein und in Funkverbindung mit dem Referee stehen.

Die insgesamt sechs Personen umfassende Schiedsrichter-Mannschaft muss aus einem Land kommen. Das Experiment wirft einige Fragen auf, so zum Beispiel, ob die nicht mit Fahne ausgestatteten Torrichter die an den Seitenlinien postierten Schiedsrichter-Assistenten überstimmen dürfen. “Generell bleiben sie hinter der Torlinie, aber sie können auch den Strafraum betreten, wenn sich das Spiel auf die andere Seite verlagert, um das Geschehen besser im Blick zu haben”, teilte die UEFA weiter mit.

Für UEFA-Präsident Platini ist die Anwendung des Videobeweises eine Horror-Vorstellung. “Das wäre ein Desaster, denn der Videobeweis mit Unterbrechungen im Zweiminutentakt würde zu einem ganz anderen Spiel führen und wäre der Tod des Fußballs.”

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