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Nägel mit Köpfen - Trailer und Kritik zum Film

Er ist erwachsener geworden, ein bisschen ruhiger und entspannter, und die Zweifel sind auch weniger geworden - aber im Grunde ist Marko Doringer immer noch jener lakonische Skeptiker, als der er in "Mein halbes Leben" bereits vergnüglich die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens porträtierte. Alle Spielzeiten auf einen Blick

In seiner zweiten Doku, “Nägel mit Köpfen”, die am 8. März im Kino anläuft und eine Woche darauf bei der Diagonale präsentiert wird, widmet sich der junge Regisseur den Paarbeziehungen seiner Generation – irgendwo zwischen Kinderlosigkeit und Kinderwunsch, Freiheit und Mobilität, Unabhängigkeit und Zusammenziehen – also Nägeln mit Köpfen eben. Ab Freitag im Kino.

“Wir alle brauchen ein Zuhause. Aber muss man deshalb gleich zusammenleben?” Die Tagline der neuen Doku bringt die Grundfrage des Films schon wunderbar auf den Punkt. Doringer stellt drei Paare ins Zentrum, die alle in unterschiedlichen Stadien ihrer Beziehung sind: Silke und Klaus, die gemeinsam den Schritt nach Dubai gewagt haben und sich dort Kinder wünschen; Jenny und Hannes, die eine Fernbeziehung führen und sich irgendwie arrangieren müssen; und Nikola und Thomas, deren schwule Beziehung in Belgrad von zahlreichen Schwierigkeiten und Abhängigkeiten geprägt ist. Aber Doringer nimmt auch sich und seine Beziehung zu Marlene nicht aus.

“Nägel mit Köpfen”: Skeptisch-liebevoller Blick auf Paarbeziehungen

“Natürlich ist es ein sehr privater Film”, erzählte Doringer im Gespräch mit der APA, “und meine Aufgabe als Regisseur ist es, dieser Privatheit eine übergeordnete Ebene zu geben, damit es eben nicht nur ein privater Einzelfilm wird, sondern ein Generationenporträt, wo die Summe der einzelnen Teile größer ist.” Mit dem renommierten Dokumentarfilmer Andres Veiel als dramaturgischem Berater ist diese Gratwanderung einmal mehr ausnehmend gut gelungen. Doringer ist in guten Zeiten dabei, aber auch bei Streitgesprächen, beobachtet oder führt Gespräche, und seine Fragen und Gedanken aus dem Off begleiten den Zuseher wie schon bei “Mein halbes Leben” mit viel Humor.

Antworten will der Film keine geben, denn Konzepte, wie eine Beziehung zu führen ist, gibt es vermutlich ebenso viele wie Beziehungen selbst. Aber Anknüpfungspunkte wird das Publikum dennoch wieder genügend finden. Insgesamt vier Jahre hat Doringer an dem Film gearbeitet, ein Großteil der Arbeit lag schließlich im Schneideraum, wo die rund 150 bis 200 Stunden Material auf die passenden 90 Minuten zusammengefügt wurden. Entstanden ist so etwas wie die Fortsetzung von “Mein halbes Leben”, ein berührender und witziger Film, sehr persönlich und mit Blick auf die kleinen und größeren Manipulationen. Und ein würdiger Nachfolger, der wie schon sein Vorgänger das Zeug zum Publikumserfolg hat.

(APA)

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